Mittwoch, 20. August 2014

Zäsur

"Die Zäsur (lateinisch caesura ‚Schnitt‘) ist allgemein ein (gedanklicher) Einschnitt"

Wieder gab es eine Pause - mit Zäsur. Das scheint bei mir wohl immer auf den Monat August zu fallen, der Monat, in dem ich wichtige Entscheidungen für die Zukunft treffe. In mir sind mal wieder die Steine ins Rollen gekommen, hab ein Erdbeben durchlebt und jetzt, nach meinem Entschluss, sind mir so viele Steine vom Herzen gepurzelt, dass ich erst einmal noch Aufräumungsarbeiten zu erledigen hatte. 
Dies ist nun alles so gut wie abgeschlossen und ab Oktober gehe ich einen neuen Weg. Darf in einem neuen Projekt zeigen, was in mir steckt. Und die Zäsur, die auch immer wieder eine Pause beim Schreiben bedeutet, war hierfür wirklich wichtig. 
Man steht im Leben oftmals vor diesem Zögern - würde gerne schon wissen, nehme ich die richtige Wegesabbiegung - mache ich einen Umweg oder landet mein Handeln in einer Sackgasse.  Es gibt Romane mit drei verschiedenen Versionen des Schlusses - doch beim Lesen merke ich immer, dass ich mit keiner Version vollkommen zufrieden bin - ich suche das Ganze. Ob ich es gefunden habe, weiß ich nicht. Ich merke nur jetzt - es fühlt sich derzeit gut und richtig an.Ich freue mich!

Und da denke ich wieder an das Stufengedicht von Hesse Martin, das Du mir vor zwei Jahren geschickt hattest:


Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf' um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen,
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.
Ich wünsche Euch einen ebenso schönen, entscheidungsfreudigen August - Liebe Grüße

Silke

PS.: An dieser Stelle danke ich - dem Piratenvater, den Piratenkindern, dem Piratenopa, dem Piratennachbarn, der Piratenfreundin ... und allen beratenden Piraten im Umfeld für die Unterstützung bei der Entscheidungsfindung!

Montag, 23. Juni 2014

"Wenn-dann-Gefühl" mit Abendhimmel


Wenn, dann - ja, was?

Wimmlingen lebt! Laut, leise, mit Bienensummen und Piratenkindermurren. Tief einatmen, tief genießen ... jetzt - es verändert sich alles von Tag zu Tag, schleichend und in einem Jahr war alles mal wieder ganz schnell vorbei.

Es ist Bettgehzeit - späte Bettgezeit nach zwei Wochen Ferien. Mütter bringen Kinder zu Bett, während die Bienen noch in den Linden summen. Nicht leise, nein ganz gANZ LAUT.  Die Bienen - ja und auch die Kinder. Summen, Greinen, Geschrei, Gezeter.
Die Nachbarstochter hat morgen ihre Buchpräsentation. Das reizt den Bruder noch einmal zum Necken. Die Reaktion ist vehement: Wenn Du das NOCHMAL SAGST ...

Ja, wenn, dann. Eltern sagen es zu Kindern. Kinder sagen es zueinander ...
Eigentlich sollte Ruhe einkehren ... gleich ist es soweit. Neben dem Klappern der Tastatur, klappernde Töpfe, die ihren Weg in die Spülmaschine suchen. Rollos fahren automatisch in Position. Wäscheklammern fallen in den Klammernkorb. Es ist so ein Plastikgeräusch. Und immer summen die Bienen weiter. Auch wenn der Sprenkler die Wiese begiest.

Sonores Gebrummel von den Heimkehrern nach der Arbeit, die Reste verspeisen und eigentlich gar nicht mehr wissen wollen, wer wen was wann ... Wenn, dann!

Wir könnten Hecken zwischen uns haben, wie es anständige Reihenhäuser pflegen zu haben ... aber haben wir nicht. Wenn wir Hecken hätten, dann hätten wir dumpfe Anonymität, dumpferes Brummeln, dumpferes Gezeter. Wenn ... dann. Dumpferes Summen?
Hier in Wimmlingen aber nicht. Wir lieben die Weite, ohne Hecken und Gestrüpp - Haus an Haus.
Einen schönen Abend Euch - ohne "wennundaber" aber mit "wenn-danns"

Silke

PS.: Und hier natürlich noch das passende Lied zum wenn-dann-Post und zum Thema Bienen.



Freitag, 20. Juni 2014

Liebenswertes Lebenswert

Der Alltag ist zur Zeit stark getaktet. Es ist viel zu wenig Zeit vorhanden, um alles zu schaffen geschweige denn allen gerecht zu werden. Deshalb habe ich Euch treue Leser auch leider etwas vernachlässigt. Um ein Grundbild meiner derzeitigen Stimmung zu vermittelen, steht hier das Lebenswert der Woche:

1. Abels
2. Eine Familie, die akzeptiert, dass man gerne komische Sachen macht, komische Dinge erlebt und auch komisch aussieht. DANKE
3. Piratengroßväter im Einsatz - diesmal ganz ohne Pelewing/Pelewang ...
4. Eine Großfamilie am großen Tisch
5. Spontane Gäste am großen Tisch
6. Dass alle wieder aus dem Urlaub kommen ...
7. Dass wir so ein klein wenig wenigsten Feriengefühle hatten
8. Wenn 10 Kinder zwischen 2x2 Pfosten beim Fachsimpeln sich genauso anhören, wie 2 erwachsene Männer mit Flasche Bier in der Hand vorm WM-Spiel sitzend.
9. Freitag nach der Arbeit 
10. WOCHENENDE!!!

Jetzt erwarte ich natürlich Rapport aus Eurem Leben, aus Eurer Woche - schenkt mit Eure Lebenswerts!

Silke

Der Ohrwurm seit Wochen: