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Freitag, 13. November 2015

Bleierne Schwere beim Schreiben?


Uff - also, bitte nicht falsch verstehen, aber ich liebe Werbung. 


In der Werbung sind viele Leute gut gelaunt, haben Spaß, dissen kaum und wenn, ja wenn es Ihnen nicht gut geht, dann gibt es eine Tablette aus der Apotheke - gerne auch super billig mit lieben Lächeln verkauft!


Werbung ist auch mein täglich Brot und deshalb lese ich immer wieder gerne in den Heften beim Arzt oder Frisör sogar die gekauften redaktionellen Anzeigen in diversen Blättern. Ich schäme mich da auch nicht für. Lesen bildet, so der Spruch ... Alsmal wird man doch eines Besseren belehrt.

Heute hatte ich zum Beispiel eine Zeile gelesen, die mich nicht nur verwunderte, sondern auch stutzig machte: 


Müdigkeit hat viele Ursachen – allen voran: zu wenig Schlaf.


Wow, dieser Satz leitete einen vermeintlichen Fachartikel über das Thema "Müdigkeit" ein. Die optische Anmutung hyperprofessionell. Der Inhalt, naja ... Ich kritisiere ja fast höchst ungern Artikel aus fremder Feder, aber "Hallo": War der Autor gerade in die bleierne Schwere des ermüdeten Schreibens verfallen? Oder was?

Nein, er bedient fachmännisch ein Klischee. Und leitet dies so banal ein, in der Hoffnung die Zielgruppe sei zu dumm, es nicht zu merken. Klar jeder, der schon mal wenig Schlaf bekommen hat, weiß, dass dies zu Müdigkeit führt.

Manchmal wünschte ich mir mehr Raffinesse, auch in der Werbung. Ich möchte doch den "A-HA"-Effekt haben, sagen zu können, "Mensch, das ist lustig, gut ... einzigartig" ... im Gegensatz zu Platituden. Klar Werbung ist stereotyp, gerne immer wieder das Gleiche und Klischees werden ausgeschlachtet bis zum Umfallen. Aber wenn Werbung gut ist immer mit dem Hauch einer Überraschung.
Der zweite Satz war nicht weiter überzeugender: 

Müde, schlapp, kraftlos: Dafür gibt es harmlose Ursachen. Schlafmangel.
Nä, ächt? Harmlos?
Das stimmt doch nicht einmal. Schlafentzug ist ein heftiges Mittel der Folter. Von harmlos kann man da weder schreiben noch reden. Fragt mal junge Mütter, wie die auf diesen Satz reagieren würden. Einmal morgens den Mamis an der Kita-Tür in die Augen geguckt, was da an Aggressionspotential schlummert. Wer will da diesen Satz fröhlich über die Lippen bringen?

Wer will es ausprobieren? 



Ich wünsche Euch jetzt einen schönen Restfreitag, mit genügend Zeit für Schlaf am Wochenende und guter Lektüre.

Liebe Grüße
Silke








Freitag, 26. Juni 2015

Sie ist so streng ...

Hätte man das gedacht, da man kinderlos durchs Leben gegangen war, dass man mit solchen Worten gerne betitelt wird: "Sie ist so streng ...". Da hätte ich nie auch nur einen Gedanken daran verloren. Wollte ich doch selbst nie so streng sein, wie ... ja wie.
Streng ist relativ. Streng vor 30, 40 Jahren hatte noch eine andere Dimension als "Streng" heute. In unserer Zeit gilt man als streng, wenn man konsequent bei seinen ursprünglichen Aussagen bleibt, sprich "Nein ist ein Nein und bleibt ein Nein und wird nicht zu Jein oder Naja." 
Ich gebe es zu, ich habe ernsthaft Schwierigkeiten mit Kindern und Erwachsenen, denen so wichtige Worte wie "BITTE" und "DANKE"  im Wortschatz fehlen. Und Kinder, die Aussagen von Erwachsenen ignorieren oder im Gegenteil mit "Nein, du hast mir nichts zu sagen, immerhin bist du nicht meine Mutter!" an den Kopf knallen, wenn es um essentielle Regeln des Miteinanders geht, verstehe ich einfach nicht. 

Hey Leute, auch wenn Eure Bilcke töten könnten, es macht mir nichts, wenn ich Euch zu streng bin.  Och ich Arme, natürlich wäre ich auch gerne mal weich und nachgiebig ... Doch mein Alltag ist ja nur streng und grau, hier gibt es nur Graubrot und grauenhafte Witze bei einem graugrauen Wetterbild und alle müssen Cola trinken. Gelt richtig schrecklich streng. ;o)

Gerne mache ich mit meinen Kindern und Freunden Quatsch, singe, spiele, albere und tanze mit ihnen durch die Gegend. Diese Momente sind wertvoll und schön. Sie gehören zum Leben wie auch das Funktionieren im Alltag. Da muss man manchmal wirklich "verdammt streng" sein, auch mit sich selbst. 

Die beste Begründung, warum ich so streng sei, lieferte ein Nachbarskind seiner Mutter: "Die ist voll streng! Weißt du auch, warum? Das liegt daran, weil die so viel Cola tringt." 

Na, dann - ei Prosit, auf die Strenge!

Foto: Liz Belinde Jöckel








Mittwoch, 5. November 2014

Ambivalenz des Schreibens


 ... seit August prodelt es wieder ... zeichnete es sich doch ab, dass wieder mehr Zeit zum Schreiben im Alltag zu bekommen ist. Doch das quietschfidele Monster Alltag kostet sich selbst voll aus. Die "freien" Tage für Schreiben und Nähen, werden zu schnell umgewidmet: In Wochen für die geliebten Piraten, in Wochenenden mit Freunden und Piraten-Freunden, in Tage für arme kranke Piraten, Stunden für kaputte Autos und endlos anmutende, ergebnislose Baugruppensitzungen, Minuten für den üblichen Sysiphos-Haushalt, Sekunden für den Garten, Microsekunden für Fahrrad- oder wahlweise  Gardinenschienenreperaturen, sprich für das schöne bunte Leben, ... und wenige, sozusagen Mini-Zeiteinheiten bleiben für das gewollte, lustvolle, im Kopf schon umtriebig schwirrende Schreiben - Kreativsein.
Es reicht dann gerade mal für die sozialen Netzwerke - meist nicht mal mehr für diesen Blog.

Vielleicht muss man über sieben Brücken gehen, um endlich das machen zu dürfen, was einem Spaß macht? Vielleicht muss man erst schreckliche sieben Mahlzeiten zubereiten und einnehmen (inklusive Spülmaschine-Ein/Ausräumen), um die fröhlich kreativen Minuten in Worte fassen zu dürfen? Das Sams und Herr Taschenbier mussten schließlich auch für den Gewinn neuer Wunschpunkte und Freiheiten bei Vollmond das Hausdach erklimmen um zur richtigen Zeit "GATSMAS" zu rufen.

Und, hat man es geschafft, sich mit Wunschpunkten die Zeit zum Schreiben freizuschaufeln, dann...  - ja, was? Was dann? Ja, dann schreibt man über alte, schäbige sieben Brücken, über ungenießbare Mahlzeiten oder unsäglich langatmige Besprechungen mit der Baugruppe über Paragraphen; in Worten, die man vorsichtig ausgewählt, aufgehübscht, fast zärtlich zu Papier (ja wäre es denn Papier) bringt bzw. in den PC hackt - wie eine Beklobte.

Das erinnert an die Thesen von Manfred Lütz, Autor des Buches "Irre! Wir behandeln die Falschen! Unser Problem sind die Normalen".
 
Euch einen schönen normalen Abend.
Silke



Mittwoch, 26. Februar 2014

Sehr verehrtes Publikum ...

Circus, Karneval, Fasching oder wie ich in den letzten Jahren lernen durfte Fasenat - das lässt viele Menschen mutieren  - verwandeln, zu dem, was sie eigentlich sein wollen und der Alltag nicht zulässt.
Karneval, der "wird sehr unterschiedlich zelebriert: Karnevalsumzüge, Masken, Musik und das Verkleiden spielen eine Rolle. ..." (Wikipedia) Eine Rolle? Es ist an sich das Wichtigste überhaupt. Eine neue Haut überstülpen, mal Tabus brechen, Tanzen & Singen, mal anders sein dürfen.
Celebration - ganz ohne Schokolade, vielleicht mit ein bisschen Alkohol für den Mut - und husch, husch ich lass mich verwandeln. Da wird aus einem Bänker der Eisbär von ALDI, da wird aus einer PR-Fachfrau eine Minnesängerin aus dem Kostümverleih, und aus uns? Ähm, ja was wird aus uns. Bist Du der Typ Baumarkt und selfmade, oder eher gekauft und geliehen?
Wir stehen gerne ab und an, zu festgelegtem Kodex (damit wir nicht auffallen) versteht sich, im Rampenlicht - auf der Bierbank, dem Tanzpodium oder am Straßenrand. Manch einer wird dabei zur Rampensau (ich denke da gerade auch irgendwie ans Oktoberfest oder den Wasen) ... andere springen schon weit über Ihren Schatten, wenn sie im Ringel-T-Shirt, den Matrosen mimen.
Aber alles hat mit Selbstdarstellung zu tun - wie jeder Blog (auch dieser) - wie jeder Facebook-Account. Selbstdarstellung, Eigenwerbung - PR im weitesten Sinne. Wir haben alle etwas zu sagen. Sei es durch Bilder, durch Worte, durch Aktionen. Das Netz bietet uns durch seine Vielfalt und sein Facettenreichtum den nötigen Voyeurismus, den wir wollen. Datenschutz hin oder her, wir wollen das, wir brauchen das und viele Leben davon - richtig pekuniär. Karnevall vor ever. Früher bedeutete es oftmals eine Kariere als Cirkusakteur, sogenannter Schausteller und Schauspieler ... heute reicht unsere Freiheit der Vielfalt, wenn wir unseren Alltagstrott unterbrechen, ein bisschen ausbrechen und Facebook bedienen, Bloggen oder Samstagabend nach einem Vorglühen auf die Piste schreiten, um in ein Leben der Leichtigkeit zu verfallen - wo man Komplimente bekommt, die Sprache leichter - direkter läuft und man danach wieder in sein Alltagssofa fallen darf. So ein bisschen sind wir dem Alltag entrückt, haben das Überleben des individuellen Ichs ausserhalb des Hamsterrades getestet, frei nach dem Motto: I will survive. Juhu!
Da sitze ich nun in meine Sofakissen zurückgelehnt - würde mich natürlich freuen, von Euch "Feedback" zu bekommen, da ich mit Euch im Kommunikationsprozess nicht nur auf Einbahnstraße gepohlt bin, sondern natürlich gerne Meinung hören würde. Also, nur zu!

Silke

Und wie immer noch ein musikalisches Schmankerl passend zur Thematik:


Donnerstag, 10. Oktober 2013

Pscht - Pst ...

... hörst Du es? Mach doch mal den Fernseher leiser, schalte doch mal das Radio aus - schick doch mal die Kinder (wahlweise auch gerne den Hund) vor die Tür - und? Jetzt? Hörst du's? Immer noch nicht? Ah, nochmal - probier es noch mal ... immer noch nichts?
Ja, es ist gar nicht so einfach. Eigentlich vermutet man sie zwischen Haarwurzeln und gefühlter Bauchnabelhöhe ... Herznähe ... wen? Na, sie, die inner Ruhe. Ja, genau die. Die suche ich seit ein paar Wochen. Und es ist in unserer Gesellschaft, in unserer Zeit einfach nur im Alltag richtig schwierig - ganz ohne Yoga und Meditation.

Beim Spazierengehen brummt immer jemand um einen rum - auch abends, da ist in Wimmlingen viel zu viel zu sehen, zu hören, zu riechen als dass man von innerer Ruhe auch nur sprechen könnte. Es bewegt - ja, Wimmlingen und das Leben bewegt. Nix Stillstand, nix Ruhe ... alles im Fluß der Zeit, im Strom des Lebens.

... letztendlich gibt es nur einen Ort ... da habe ich sie gefunden ... von dem erzähle ich das nächste Mal. Und Ihr? Ihr macht jetzt hier mal den Post zu und denkt über Euren Ort der inneren Ruhe nach, oder?

Bis demnächst - alles Liebe

Silke

PS: Diesmal auch kein Song, kein Ohrwurm und kein Pop-up. Dafür ein Gedicht von Dota:

Stille

Zwischen dem was Du sagst, und was ich sage – Stevie Wonder auf Vinyl, und die Nadel in der Rille, Songs in the Key of Life und dazwischen – zwischen zwei Tropfen vom Wasserhahn – zwischen zwei Autos, die unten fahren – es nestelt, es schluckt, es hustet, es seufzt dann – Stille ein leises Räuspern – Stille ich höre einen Hund bellen – Stille während die Worte sich umstellen – Stille während die Hirne verkalken – Stille und nur das Knacken der Balken – Stille verschüttet in der Grube untertage. Stille zwischen dem was Du sagst und was ich sage

Sie ist Dein bester Freund im Erzieherpraktikum, nach der Disco, nach der Demo, nach der trillerpfeifentrillernden Versammlung, in der Einkaufstraße, in der Einflugschneise sehn’ ich mich nach Ihr, dann fällt die Tür zu, es ist leise, sogar sehr leise. Ich atme aus, Unterseeboot, Kirchenschiff. Und es geschehe Dein Wille. Dann: Amen. Dann: Stille.

Sie breitet ihre unsichtbaren Arme nach Dir aus fängt Dich sanft und lässt Dich schlafen und war ganz kurz vor dem Abriss noch im Haus. Sie spannt sich, wenn im Wald Reh und Jäger Blicke tauschen kurz bevor der Schuss knallt. Sie ist voll Rauschen. Leise oder laut rauschende Stille überm Ozean, vorbeirauschend gestörte Stille nachts über der Autobahn. Steig einfach nachts mal aus an der A4 und lass sie weiterfahren. Im Nordmeer weht sie knirschend über eingefrorene Eisbrecher auf dem stillgelegten Truppenübungsplatz im Lautsprecher sanft liegt sie überm sommerlichen Tal, nur hin und wieder ein Grille Ansonsten.

Stille nach dem Hörsturz, Stille nach dem Stromausfall Stille nach dem Furzkissen. Stille vor dem Urknall. Stille in den Plattenbauten, wo keiner mehr wohnt. und in der Wüste. und auf dem Mond. Stille vorm Gewitter, jeder Vogel hält den Schnabel. Und unter der Erde außen um die Telefonkabel Schon vor den Dinosauriern und vor jeder Bazille Strich sie um die Erde und zeigte ihre Größe Stille.

Füßescharrend, federkratzend schwitzt sie mit im Prüfungsraum Sitzt sie im Versteck mit Dir. Auf einem Ast im Baum Händeringend schaut sie bang vom Telefon zur Uhr hoffend und besorgt steht sie mit Dir auf dem Klinikflur. Und nach dem unpassenden Spruch, dem ziemlich dummen. Stille im Hörer – allenfalls ein leises Summen

Sie war im Hintergrund immer schon vorhanden, man bemerkt sie kaum. Ewig wird sie herrschen. Sie alleine füllt Weltraum. Stille. Herrschst Du auch, wenn keiner da ist, der Dich hört? Die Große Majestät, leicht zu entmachten, schnell zerstört, und immer wieder neu. Die, deren Wesen jeder kennt und immer gleich verschwunden, wenn jemand ihren Namen nennt. Und der Gewinner ist … Stille … Dann Applaus. Stille nach Dir sehn ich mich, bei Dir kenn ich mich aus Und ruhe mich, erquickst mich, wenn ich meinen Durst nach Dir Stille.

– den Moment hier auszudehnen, wirst gewaltig und gestaltig als Prophetin Deiner selbst ein Nichts verhallt. Ich halte es kaum aus. Und dann fühlt es sich so an, als ob der Kopf implodiert. Die Stille wird Tyrann. Es bleibt ein Vakuum. keine Luft, kein Schall, Stille – ein Moment im freien Fall. Sie saugt jeden Gedanke ab, verdammt, ich brauch Musik! Stille. Nach dem Schuss und nach dem Atomkrieg in fünfzehntausend Jahren wahrscheinlich Stille überall. aber jetzt eben Musik! Entschuldige den Überfall … es war ja nur ’ne Frage. Stille. Zwischen dem was Du sagst und was ich sage.

Montag, 26. August 2013

Malware und andere Schikanen

Stille - erzwungen. Ist gar nicht aufgefallen - ist ja auch Urlaubszeit. Ja, ich habe auch Urlaub, aber deshalb nichts schreiben? Ganz, ganz untypisch - wer mich kennt, weiß, dass dies schier nicht möglich ist *Augenrollen, die muss doch immer Ihren Senf zu allem abgegeben* Ja, still sein, kann ich eigentlich gar nicht, nur wenn ich alleine bin in träumen darf ... aber so im Hamsterrad des Lebens ... nein schier unmöglich.

Ja, aber ich durfte die freie Zeit nicht zum Schreiben oder Quasseln nutzen, nein ... eher fleissig recherchieren, rumschieben, löschen, uploaden, downlooaden und und und was das Zeug hält, um einen Schnellkursus in Malware zu machen. Jetzt habe ich mich mit Antivirenprogrammen, Internetsecurity und Firewalls sehr intensiv auseinandergesetzt. Und bin ich schlauer?

Ja, ich habe keinen Wurm, kein trojanisches Pferd und nix gefunden ... und trotzdem habe ich bei jemandem einen Fehleralarm ausgelöst. Das ist echt super, vor allem, wenn man so viel Ahnung und Nichtwissen im Bereich PC-Pflege mit sich bringt wie ich. Und was war es jetzt? Kein Virus ... kein wie auch immer die Dinger heißen???

Ach Omilein, Du hattest so Recht: Die Welt ist schlecht, aber man soll's sich das Leben nicht schlecht reden lassen und dabei auch noch sich einfach selbst treu bleiben. Hast Du es je geschafft? Ich versuche es!

Also, werde ich jetzt als Ahnungslose gesichert bis unter die Haarwurzeln gegen alle Viren und Konsorten antreten und weiter im www mit meinen Piraten mein Unwesen treiben - frei Schnauze, wie es mit gefällt und immer auf der Hut, ganz nach dem Motto:
"Ich hab’ Sehnsucht nach einem Stück Wahrhaftigkeit,
Nach ‘nem bißchen Rückgrat in dieser verkrümmten Zeit."
Ach übrigens ... habt Ihr auch schon die Wahlunterlagen bekommen? 

Gute Nacht - Silke


Freitag, 1. Februar 2013

Und wie gings weiter?

Was meint Ihr?

Samstag, 26. Januar 2013

Lebenswert: Wrubbelhaut ...

Kennt Ihr das, die Badestunden als Kind. Die Eltern haben einen als Kind in die Wanne gesetzt und als Frosch wieder rausgezogen: Wrubbelhaut, fast Schwimmhäute in Milchweiß. Der Fuß passt in keine Socke mehr und der Strickpulli gribbelt auch ohne warm zu sein?

Dann noch das nasse Haar - es klebt und pappt, ist verzottelt, wird widerlich gebürstet und zu allem Überfluß im Anschluß überheiß geföhnt. Und doch verlockt so eine volle Wanne mit Bechern und Fläschchen, Schaum und Wasserspritzen ungemein zum ausdauernden Tiefsehtauchen, Abenteuerstürmen und Rettungsszenarien. Bei Piraten liegt das ja auch an den Genen ;o). Da wird geschüttet, geblubbert, Seife gekostet, Wasser gemessen, Tiere versenkt ... gerne über Stunden hinweg. Wenn ich so daneben sitze, finde ich es schade, nur zum Haarewaschen zu animieren und die Frösche danach zu bergen.
Gesehen bei: www.goldrabe.de

Bei den Piraten ist heute "Waschtag" - der Samstag bietet sich nach dem Hörnchenzeremionell doch einfach an, um abzutauchen. Da macht man sogar freiwillig seine Hausis etwas schneller - mit etwas weniger Motzen.

Hm, am Wochenende werde ich wohl auch noch zur Kröte ... aber ich gebe einen Tipp: Man kann beim Baden Hände und Füße auch oftsmals an den Rand legen ... dann passen auch die Strümpfe ... ;o) 

Also das LEBENSWERT für HEUTE: Baden ohne Wrubbelhaut!

Und bei Euch ... was verschönert Euch heute den Tag?

Liebe Grüße von Silke

Mittwoch, 26. Dezember 2012

Partizipation ;o)

Nr.1

Nicht nur beruflich auch privat schreiben die Pirateneltern "Partizipation" und "Transparenz" ganz GROSS. Deshalb wollen wir Euch jetzt als Stakeholder in den Entscheidungs- und Willensbildungsprozess über den Jahreskalender 2013 des Piratenpapas aus emanzipatorischen, legitimatorischen oder auch aus Gründen gesteigerter Effektivität heraus einbeziehen. Ich hoffe Ihr seid Euch Eurer Verantwortung bewusst und gebt jetzt Eurem Favoriten hier rechts Eure Stimme!



Nr.2
Nr.3

Nr.4

Nr.5

Nr.6

Nr.7

Donnerstag, 15. November 2012

Appell an alle Autoguerillas in der Grundausbildung

Der neue Job bringt es mit sich, dass ich jetzt nicht mehr über die Bahn blogge, keine regelmäßigen Posts zu zwischenmenschlichen Dramen von Mitreisenden verfassen kann ... Nein, die Zeit ist erstmal vorüber. Schade? 
Na, dafür habe ich jetzt ein anderes Segment im Angebot:
 Der alltägliche Amoklaufversuch von tausenden gestressten Autofahrern! Juhu! Wie göttlich sind Eure durch Kurzschlußhandlungen  auffälligen Park-Ampel-Zeitdruck-Reaktionen.
Täglich bin ich Euer Stein des Anstoßes. Ich nutze das Fahrrad - auch wenn ich durchaus die Kompetenz besitze, ein Kraftfahrzeug zu bewegen - vermitteln mir manche PKW-Nutzer, dass ich in ihrem Wirkungsfeld so rein gar nichts zu suchen hätte. Besonders liebe ich die Variante des Settings: Der Fahrradweg, eine von der Fahrbahn durch farbliche Kennzeichnung abgehobene Fläche, die mitten durch unrechtmäßig geparkte Fahrzeuge führt. Sehr schön! Noch höher im Wirkungsgrad wird das Szenario erhöht, durch die Kombination mit einer Kreuzung inklusive Ampel. Das beste Ergebnis erzielt man aber noch bei der Ergänzung, ansteigende Höhe. 
Und da besitze ich alltäglich auch noch die Dreistigkei,mit meinem Drahtesel mitzumischen. Ebenda, auf der regulären Fahrbahn. Genau da treibe ich mit dem Rad mein Unwesen. Unfassbar!. Da muss man geschnitten, überholt, abgedrängt werden. Dabei erhalte ich oft unmißverständlich das Zeichen für "Federvieh" gezeigt - nicht einfach sachlich natürlich, nein, wild gestikulierend und überalle Maßen rasend (sowohl der Fahrer, als auch sein unkontrolliertes Fahrzeug). 
Nein, da habe ich kein Mitleid. Nach einer Woche kann ich resultieren - Komfort ist anders. Erst schiebe ich mich durch Fahrradwege gesäht mit Glasscherben, dann begegne ich regelmäßig diesen verkannten Amokläufern und schließlich muss ich mir schon früh morgens durch tief in den Straßen wabbernden Suppenwürfelextraktgerüche oder Malzkaffeearomen einen Weg bahnen. Hey Leute - und ich bin nicht allein! Nein, derer sind viele, die inzwischen das Fahrrad nutzen. 
Wir haben nix gegen Euch, wir wollen nur ebenso flott zu unseren Arbeitsplätzen, Schulbänken und Kindergärten.

Dienstag, 23. Oktober 2012

Unlebenswert

Das Leben ist schön - kein Thema, aber doch gibt es so Kleinigkeiten und Unkleinigkeiten, die einem manchmal den "Ramp killen" wie es Radioleute so gerne sagen. Ich nenne sie "Unlebenswerts".
Hier sind 10 davon, die es derzeit gerne schaffen, mir die Laune temporär zu versauen:

  1. Nebel überall (partiell echt schön, wirklich - aber so den ganzen Tag ... )
  2. Visacard-Abrechnungen (ja, ich weiß, selbst gewähltes Schicksal, aber trotzdem)
  3. Piraten mit schlechter Laune
  4. schlechtes Essen
  5. falsche Erwartungen (von beiden Seiten)
  6. Verfallsdatum (in jeglicher Hinsicht)
  7. Lügen
  8. eiskalter Fahrtwind auf dem Rad
  9. Praktikanten ohne Manieren 
  10. Rosenkohl

Natürlich bin ich jetzt genauso neugierig wie immer, wie das beu Euch aussieht mit den negativen Vibrationen des Alltags! Schreibt mir!

Ich freue mich!
Silke







Sonntag, 21. Oktober 2012

Es piepst ...

Immer piepst es - überall: Der globale Tinnitus lässt uns nicht mehr in Ruhe.

Wikipedia beschreibt den Tinnitus wie folgt:
Der Begriff Tinnitus aurium (lat. „das Klingeln der Ohren“) oder kurz Tinnitus bezeichnet ein Symptom (teilweise wird auch von einem Syndrom gesprochen), bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, die keine äußere, für andere Personen wahrnehmbare Quelle besitzen. Im Gegensatz dazu beruht der „objektive Tinnitus“ auf einer von außen wahrnehmbaren oder zumindest messbaren körpereigenen Schallquelle. Objektiver Tinnitus ist allerdings im Vergleich zum subjektiven Tinnitus sehr selten.

 Gerade piepst meine Waschmaschine: Ein objektiver Tinnitus. Eher selten? Nein! Dieses Gerät wäscht hier im Piratenhaushalt extrem viel, extrem intensiv und demensprechend piepst sie auch. Genauso wie ihre Freundin, die Spülmaschine, auch diese erzeugt objektiven Tinnitus. Wobei, wenn ich recht bedenke - stellt sich mir die Frage, ob nicht ich sie immer nur höre, die beiden. Doch ein subjektives Klingeln in meinem Ohr? Im Alltag nehme schließlich hauptsächlich ich mich diesem Fiepen, Piepen und dem damit verbundenen zeitintensiven Ausräumen an. Genauso wie dem Telefonleuten, das zur heutigen Zeit eher einem Dudeln entspricht. Auch dies trifft hier im Haus eher meinen Nerv  - notfalls mit Nachdruck: "MAMA, TELEFON!".


Es gibt Musikgruppen, Radiosender, die nennen sich freiwillig "Tinitus ...". aber keiner differenziert zwischen subjektiv und objektiv. Sagt mal, merkt denn keiner, dass Ruhe viel schöner ist. 
Bei der Waschmaschine kann man das nervige Geräusch, nur durch Nachtmodus ausschalten. Dann hält man aber auch als Konsequenz patsch nasse Wäsche in Händen, da das Schleudern auch objektiv nicht so leise von statten geht. Hm, die Spülmaschine kann schon gar nicht ohne Pieps - weder subjektiv, noch objektiv. Und ohne Klingeln auch kein Gespräch, sei es am Hörer oder an der Haustüre.

Also darf ich wohl wirklich mit Recht schreiben: Meine Waschmaschine, meine Spülmaschine ... fast so wie in der Werbung eines namhaften deutschen Bankhauses. 

Aber vielleicht sollte ich stolz sein, dass ich die Kommunikation mit "meinen" Geräten aufnehme - als Multitasker und Multihörer auf alles und jeden, notfalls eben gleichzeitig  ganz subjektiv eingehen kann.
Also nicht erschrecken, wenn Ihr bei mir klingelt, ich mit Wäschekorb und Abtrockentuch in der Hand telefonierend die Türe öffne und per Geste freundlich Einlass gewähre. Nur mein dualer Sprech funktioniert noch nicht - aber auch das ändert sich sicher demnächst. Passt auf, wenn ich mit der Nase das Fiepen beginne, dann ist das kein ein Schnupfengeräusch, sondern ein unmissverständliches Zeichen, dass Ihr mit mir kommunizieren sollt - nein, nicht via E-Mail und Facebook durchs "PLOINK" ...

Also bis dann - alles Liebe - FIEP
Silke


Und für alle, die derzeit kein Fieben, Dudeln und dergleichen hören:





Dienstag, 16. Oktober 2012

Bombenstimmung

Der große Piratensohn ist ensetzt:"Mama, überall Bomben!"

Ja, zur Zeit kommt das Wort "Bombe" in unserem alltäglichen Sprachgebrauch doch öfter vor, als gedacht.

"Ja, mein Kind, so ist es ... und in der Kindheit deiner Großeltern war es an der Tagesordnung. Bei deinem Großvater hieß es dann im Arbeitsalltag "Sprengstoff" - mit Vorliebe auch "Plastiksprengstoff"." Der Piratenopa war Sprengmeister.

Seit dem der große Piratensohn die Bilder aus München Schwabing gesehen hat, ist er schokiert. Am Sonntag hieß es dann A6 gesperrt - Bombenentschärfung. Gerade da, wo die Piratenfamilie zum Piratenopi fahren wollte. Das ist schwierig, wenn man kein gutes Nervenkostüm hat, wie der große Piratensohn. Ballerspiele, wie sie Schulkameraden gerne spielen, sind in der Theorie schon ok - aber so richtig mitspielen: "Nö, lieber nicht!". Der große Piratensohn ist im Grunde seines Herzens ein wertekonservativer Harmoniemensch, der gerne Bestandschutz betreibt. Nix, aber auch gar nix darf verändert werden. Jede Veränderung bringt Verunsicherung.

Und jetzt - ist der Bahnhof gesperrt Bombendrohung in Wimmlingen-City, der Piratenvater muss Plan B (wie Bombe) umsetzen - wenn er nach der Arbeit nach Hause will. Und so ergeht es vielen.

Für den großen kleinen Piraten unfaßbar - dass macht nicht nur nervös - da muss man ständig nachfragen. (Aber ehrlich, innerlich macht mich das auch wuschig, sonst würde ich darüber sicher auch nicht bloggen.)

Und wie machen die alles das jetzt? Übernachten jetzt alle in der Arbeit? Wie kommen die Schüler nach Hause, wenn keine Busse fahren? Und und und ...

Ich hoffe, Ihr kommt heute ohne Bombenstimmung nach Hause - viel Glück und bis bald

Silke


Mittwoch, 10. Oktober 2012

Der Herbst

Ich will hier jetzt nicht über die Jahreszeit berichten, die ich wegen der Farben so schätze. Nein, dieser Artikel widmet sich viel mehr dem Thema: Schulaufsatz und Abschreibediktat. Wobei, dies auch nur am Rande!
© by: Stock Vector
Wie ich darauf komme? Naja, weil ich das Gefühl habe, immer mehr zum Hilfslehrer - ähäm politisch korrekt natürlich zur Hilfslehrerin - zu verkommen. Der Wortbestandteil "Hilfs-" drückt schon eine Degradierung aus: "Hilfswissenschaftler", "Hilfskraft", "Hilfs-Ich" ( keine Sorge, hier leidet noch keiner unter einer Ich-Struktur-Labilität) ... "Hilfsverb" - den Hilfs sind keine Grenzen gesetzt (Hilfsgrenze?). 
Das heißt im Klartext normalerweise: Wenig Cash für viel Arbeit. Dabei hoffe ich natürlich, dass sich meine Hilfe auszahlt, dass mein Pirat die Worte "einzelne Knollen", "Blätterteppich" und "Kartoffelgericht" formvollendet aufs Papier bekommt, ohne dass man Rätselexperte beim Lesen sein sollte. 

Ihr glaubt bestimmt, ich läster jetzt über den Berufsstand des Lehrers/der Lehrerin ab. Nein, im Gegenteil: Der Berufsstand mit oder ohne "Hilfs-" tut mir entsetzlich leid. Weder in der Schule ist Zeit, dem Kind annähernd genug Anstand, Wissen und Motivation mitzugeben - noch zu Hause. Es braucht das ganze Dorf zum Erziehen, zum Lehren und zum Motivieren. Aber wir leben nicht mehr in Dörfern, wir leben in pulsierenden Städten und Städtchen mit viel Ablenkung. Wir leben in sozialen Netzwerken wie diesen hier ... und das "hilft" bei dieser Aufgabe im Leben nicht wirklich weiter. Wir leben im Hier und Jetzt - und da ist es einfach verdammt wichtig, extrem gut organisiert zu sein, diszipliniert zu sein, .... All das, was man als Kind garantiert von Geburt an bereits voll drauf hat.
Wir ziehen uns inzwischen kleine Erwachsene - die dank G8 noch weniger Luft zum Atmen von Natur und Abenteuer haben. Sie haben nur mehr wenig Zeit, Kastanien zu sammeln, Blätter zum Rascheln zu bringen und vieles mehr, weil sie entweder lernen oder mit der V spielen oder sonst etwas sinnvolles tun müssen. Da muss man in Abschreibdiktaten (wiederspricht sich meines Erachtens ein bisschen diese Wortkonstruktion - früher hätte man beim Abschreiben beim Diktat eine 6 geerntet  - aber ich wollte hier ja überhaupt nicht auf Pädagogen schimpfen)  erfahren, dass Blätterhaufe rascheln, dass Erntearbeiter sich früher bei ihrer Tätigeit bücken mussten (Spargelstecher und Erdbeerernter tun dies glaube ich noch heute - aber ich bin nur Hilfslehrerin, verzeiht mir mein Halbwissen) und können dies nicht mehr am eigenen Leib erfahren.

Juhu, was wird erst im Herbst meines Lebens sein, wenn ich als Hilfsoma, meinem Enkelpiraten via Skype2042 ein "Schleichdiktat" präsentiere? Gebt mir einen Tipp - ich möchte strategisch vorbereitet sein!

In diesem Sinne eine gute Nacht und sorgenfreie Träume!
Silke


Montag, 16. Juli 2012

Blog-Blockade

Es war in letzter Zeit sehr still hier - dafür geht mir sehr viel durch den Kopf. Aber es will nicht so recht raus - es darf auch noch nicht raus. Es ist wieder etwas im Umbruch - in mir, in meiner Umwelt ... das braucht Zeit. Die Tagesstunden ticken zu schnell vorbei, es wird immer nur die Häfte der Eigenerwartung bewältigt. Eine intensive Zeit des Lebens. Ein Leben aus in und um alle Poren ... Bitte glaubt nicht, ich hätte Euch vergessen - nein, kein bisschen. Bald erfahrt Ihr sicher mehr von meinen Ideen.

Bis dahin wünsche ich Euch einfach intensive Sommertage und Sommernächte:

PS: Gescated wird übrigens vor dem Haus der Abgeordneten und der Musikhochschule in S!

Donnerstag, 26. April 2012

Wimmlingen lebt

Ja, Martina, da hattest Du Dich vor nicht einmal einer Woche nach Wimmlingen erkundigt - und siehe da: Wimmlingen lebt noch. Und diesmal hätte ich mir diese Geschichte echt gern erspart.
Habt Ihr Euch schon einmal die Frage gestellt, wie sehr Euer Herz an so etwas hängt wie z.B an einer Klobürste, an einem Blumentopf oder - ja oder eben an einem Schnellkomposter? (Hattest Du ihn nicht auch gelobt???)
Es sind eher nützliche Gegenstände, man braucht sie, sie sind schöne Gewohnheit.
Unser Schnellkomposter steht jetzt vermutlich in einem anderen Garten. In Wimmlingen, wo Dixi-Klos abbrennen und Fahrräder sicher doppelt verschlossen stehen sollten, sicher nicht mehr - das wäre auch hochdreist. Er ist weg! Wahrscheinlich auf seinen nichtexistenten Beinchen zwischen 7.30 Uhr und 17.20 Uhr Ortszeit wegmaschiert (worden).

Ja, der Piratenmann konnte es auch nicht glauben, als er meine SMS las: "Unser Kompost wurde geklaut!" Und das einem genervten Polizeibeamten auf der Polizeidienststelle zu vermitteln macht natürlich auch nicht Spaß! Aber was tun wir nicht alles für die Statistik in Wimmlingen!

Falls es doch noch zufällig in diesem Orbit den ehrlichen Finder unseres Komposters gibt, bitte melden Sie sich! Wir vermissen ihn nämlich, unseren stetig stummen, aufnahmefähigen Gartenfreund - ja sogar von Herzen. Ihn zu ersetzen bedeutet wieder samstags in den Baumarkt zu fahren, die neueste Errungenschaft aller Schnellkomposter (vielleicht in Pink) zu bezahlen, nachdem man in einer schier endlosen Schlange an der Kasse stand und Sozialstudien betrieb. Och nö!

So viel von heute aus Wimmlingen - einem Ort, der lebt und wo es einem wirklich nie langweilig wird.

Silke

PS: Des Piratenmanns einziger Trost: "Das Einzige, was mich an der Sache froh stimmt, ist, dass derjenige zumindest jetzt auch Bioabfall verwertet!"