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Montag, 2. Dezember 2013

Partizipation, die zweite

Alle Jahre wieder muss die Piratenfamilie Ihre Ludwigsburger Impressionen auswählen, speziell der große Pirat. Da es ihm sehr schwer fällt und er und ich immer noch der Überzeugung sind, dass dies eine Entscheidung mit Transparenz sein sollte folgt hier eine Vorauswahl. Ihr sollt entscheiden und Eurem Lieblingsmotiv Eure Stimme geben. Wie? Hier in der Sidebar wird eine Umfrage geschaltet sein. Wo? Na, mit einem geduldigen Scrollen findet Ihr sie bestimmt. Und auf geht's.

Nr. 1


 Nr. 2


 Nr.3



Nr. 4


Nr. 5



Nr. 6

 


Nr. 7

Dienstag, 30. April 2013

Der Weg - Hand in Hand!

Joghurts haben ein Mindesthaltbarkeitsdatum, radioaktiver Zerfall wird durch eine Halbwertszeit bemessen und bei Juristen, Steuerberatern und Banken gibt es Fristen. Inzwischen werden schon Elektrogeräte so angefertigt, dass sie eine gewisse Lebensdauer nicht überschreiten …
Vor zehn Jahren bin ich einen Pakt eingegangen, ohne gewollte Terminierung, ohne absehbare Selbstzerstörung … nein, er ist nachhaltig – „bis dass der Tod Euch scheidet“. „Nachhaltigkeit“, das Wort können und wollen viele nicht mehr hören, doch wenn ich es recht bedenke … es passt zu meiner und seiner Grundeinstellung und gehört anscheinend in allen Bereichen zu uns. Intensiv soll unser gemeinsames Leben sein, schön kommunikativ und langanhaltend, ohne Verluste und ohne Nöte bei anderen hervorzurufen und an die Zukunft denkend, planend und organisierend. Das Wort Scheidung ausgeklammert – nicht existent.
Das Finale furioso wird kommen. Schließlich bin ich weder Dr. Faustus, noch mein Pirat der Teufel. Deshalb gebe ich mich keiner Illusion hin oder denke sogar so fatal, dass wir unsere Generationszeit erleben möchten, ganz nach der Formel:  ln N = N0 + kt. Doch finde ich es süß, wenn ich alte Ehepaare sehe, mit schrumpeliger Haut und Altersflecken übersähten Händen, die nebeneinander hertrotten, rollern oder walken – je nachdem, wie sie noch können und sich viel zu erzählen haben. Genau so soll es werden.  

Und deshalb jetzt ein Lied für den Piraten. 

Silke


Freitag, 19. April 2013

DAS GROßE GANZE




Grafik der Blogger-SeitenaufrufeEin Großteil unseres Lebens dreht sich um Statistiken, ist Teil von Statistiken und hängt auch noch davon ab.
Habt Ihr es eigentlich gewußt: Auch Ihr seid hier Statistik -
guckt selbst, Transparenz ist auch wichtig.

In der PR zitiert man gerne Statistiken, belegt Sachverhalte, prognostiziert Tendenzen und und und. Facebook, Twitter ... alle bieten Statistiken zum Auswerten. Wir dürfen es ja auch nicht verpassen, die wichtigen Schlüsse aus den Tendenzen zu ziehen und dementsprechend zu handeln. Mein täglich Brot. Eins ist dabei immer wichtig - nicht den Blick für das Wesentliche zu verlieren. 

Was ist das Wesentliche? Als Werbemensch greife ich da natürlich ganz tief rein und pauschalisiere gleich: DAS GROßE GANZE - "Es geht nicht um ein Stück vom Kuchen, es geht um die ganze Bäckerei". Ich will mich mit meiner Detailverliebtheit nicht verzetteln und doch für alles und alle da sein. Doch die Statistik beweißt mir täglich ... es gibt Grenzen und der Weg kann ganz unterschiedlich sein. Und jeder setzt andere Prioritäten, sieht Wichtigkeit in unterschiedlichsten Dingen, und gibt andere Vorgaben vor ...

Was ist für Euch das Wesentliche? 

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende ... mal ganz ohne das Gefühl für Trends ... nur IHR und SIE und ER und ES und WIR.



Silke


Mittwoch, 26. Dezember 2012

Partizipation ;o)

Nr.1

Nicht nur beruflich auch privat schreiben die Pirateneltern "Partizipation" und "Transparenz" ganz GROSS. Deshalb wollen wir Euch jetzt als Stakeholder in den Entscheidungs- und Willensbildungsprozess über den Jahreskalender 2013 des Piratenpapas aus emanzipatorischen, legitimatorischen oder auch aus Gründen gesteigerter Effektivität heraus einbeziehen. Ich hoffe Ihr seid Euch Eurer Verantwortung bewusst und gebt jetzt Eurem Favoriten hier rechts Eure Stimme!



Nr.2
Nr.3

Nr.4

Nr.5

Nr.6

Nr.7

Samstag, 22. Dezember 2012

Zeitwerk

Quelle: www.wiener-lebkuchen.at

Es hat wieder jemand an der Uhr gedreht ... bzw. am Taschenwerk - so nennt man in der Schweiz auch gerne die Taschenuhr - und die gibt es jetzt auch als süßen Christbaumschmuck (hm).
Der Advent war wieder voll mit allem. Plätzchenbacken, Arbeiten, Marmeladekochen, Arbeiten, Haushalten, Arbeiten, Hausaufgabenbetreuen, Arbeiten, Erkältungunterdrücken, Arbeiten ...Vorbereiten ... das vorweihnachtliche Hamsterrad, wo keiner zu kurz kommen darf, keiner unbedacht bleiben darf - nur der eigene Körper nach Trennung vom Geist und der inneren Unruhe verlangt.


Zeit - ein Faktor, so wertvoll! Deshalb gibt es heute ein "Zeitwert":

Wofür es lohnt, Zeit zu haben und jetzt auch genommen werden darf:

  1. zum Plätzchenbacken und auch zum Naschen
  2. zum Da-Sein ... nicht gehetzt "Ja, ja prima!", sondern Zuhören, Wahrnehmen und Wertschätzen - in aller Ruhe
  3. zum Lachen
  4. zum Kuscheln
  5. zum Lesen
  6. zum Spielen
  7. zum Geschenkeschmücken 
  8. zum Basteln
  9. zum Kochen
  10. zum Ausdemfensterträumen
  11. zum Höhlebauen
  12. ...
 Den "Zums" sind keine Grenzen gesetzt.

Ich wünsche Euch ein frohes Weihnachtsfest und friedliche Feiertage. Genießt die Zeitwerts - haltet sie fest und stopft Euch fürs kommende Jahr die Taschen damit voll. Sie sollen nie ausgehen und Ihre Wirkung soll möglichst lange anhalten.

Alles Liebe und bis bald
Silke



Sonntag, 21. Oktober 2012

Es piepst ...

Immer piepst es - überall: Der globale Tinnitus lässt uns nicht mehr in Ruhe.

Wikipedia beschreibt den Tinnitus wie folgt:
Der Begriff Tinnitus aurium (lat. „das Klingeln der Ohren“) oder kurz Tinnitus bezeichnet ein Symptom (teilweise wird auch von einem Syndrom gesprochen), bei dem der Betroffene Geräusche wahrnimmt, die keine äußere, für andere Personen wahrnehmbare Quelle besitzen. Im Gegensatz dazu beruht der „objektive Tinnitus“ auf einer von außen wahrnehmbaren oder zumindest messbaren körpereigenen Schallquelle. Objektiver Tinnitus ist allerdings im Vergleich zum subjektiven Tinnitus sehr selten.

 Gerade piepst meine Waschmaschine: Ein objektiver Tinnitus. Eher selten? Nein! Dieses Gerät wäscht hier im Piratenhaushalt extrem viel, extrem intensiv und demensprechend piepst sie auch. Genauso wie ihre Freundin, die Spülmaschine, auch diese erzeugt objektiven Tinnitus. Wobei, wenn ich recht bedenke - stellt sich mir die Frage, ob nicht ich sie immer nur höre, die beiden. Doch ein subjektives Klingeln in meinem Ohr? Im Alltag nehme schließlich hauptsächlich ich mich diesem Fiepen, Piepen und dem damit verbundenen zeitintensiven Ausräumen an. Genauso wie dem Telefonleuten, das zur heutigen Zeit eher einem Dudeln entspricht. Auch dies trifft hier im Haus eher meinen Nerv  - notfalls mit Nachdruck: "MAMA, TELEFON!".


Es gibt Musikgruppen, Radiosender, die nennen sich freiwillig "Tinitus ...". aber keiner differenziert zwischen subjektiv und objektiv. Sagt mal, merkt denn keiner, dass Ruhe viel schöner ist. 
Bei der Waschmaschine kann man das nervige Geräusch, nur durch Nachtmodus ausschalten. Dann hält man aber auch als Konsequenz patsch nasse Wäsche in Händen, da das Schleudern auch objektiv nicht so leise von statten geht. Hm, die Spülmaschine kann schon gar nicht ohne Pieps - weder subjektiv, noch objektiv. Und ohne Klingeln auch kein Gespräch, sei es am Hörer oder an der Haustüre.

Also darf ich wohl wirklich mit Recht schreiben: Meine Waschmaschine, meine Spülmaschine ... fast so wie in der Werbung eines namhaften deutschen Bankhauses. 

Aber vielleicht sollte ich stolz sein, dass ich die Kommunikation mit "meinen" Geräten aufnehme - als Multitasker und Multihörer auf alles und jeden, notfalls eben gleichzeitig  ganz subjektiv eingehen kann.
Also nicht erschrecken, wenn Ihr bei mir klingelt, ich mit Wäschekorb und Abtrockentuch in der Hand telefonierend die Türe öffne und per Geste freundlich Einlass gewähre. Nur mein dualer Sprech funktioniert noch nicht - aber auch das ändert sich sicher demnächst. Passt auf, wenn ich mit der Nase das Fiepen beginne, dann ist das kein ein Schnupfengeräusch, sondern ein unmissverständliches Zeichen, dass Ihr mit mir kommunizieren sollt - nein, nicht via E-Mail und Facebook durchs "PLOINK" ...

Also bis dann - alles Liebe - FIEP
Silke


Und für alle, die derzeit kein Fieben, Dudeln und dergleichen hören:





Samstag, 13. Oktober 2012

21.10 Literaturfest - Grusel in Ludwigsburg

Liebe Freundinnen und Freunde des guten Schmökers,

das Literaturfest in Ludwigsburg steht vor der Tür: am 21.10.2012 im Kulturzentrum Ludwigsburg. Und wieder sind super kreative Autoren einer Schreibwerkstatt der VHS Ludwigsburg mit einer Lesung vertreten:
 
14:30 Uhr im Städtischen Museum: "Grusel in Ludwigsburg"
 Wie fühlen Sie sich, wenn Sie eines schönen Tages in der Psychatrischen Abteilung eines Krankenhauses aufwachen und das letzte Bild, das Sie vom Vortag in Erinnerung haben, das eines blutigen Bratenmessers ist? Verwirrt oder fasziniert? Und wie fühlen Sie sich, wenn Sie merken, dass die tote Urgroßmutter Ihres Lebenspartners Ihnen nach dem Leben trachtet?  Erschrocken oder belustigt? In der Schreibwerkstatt "Gänsehaut in Ludwigsburg" vom Frühjahr 2012 ist ein neuer Roman enstanden. Ganz in der Tradition der Schwarzen Romantik haben die Kursteilnehmer/innen Autoren/innen einen modernen Gruselroman mit Lokalkolorit geschrieben, aus dem sie vorlesen werden.


Hier findet Ihr das Programm zum Fest.


Ich freue mich, wenn wir uns dort treffen und Ihr wiederum Freunde mitbringt! Also fleißig Werbung machen ;o) Danke!

Mittwoch, 4. April 2012

Plan B, C, D, ...

Flexibilität, Umorganisationstalent, Spontanität. Das ist inzwischen Alltagsgeschäft: Ständig gewappnet zu sein, für den Fall X, der eintritt und alle Planungen über den Haufen wirft - um nicht zu schreiben: der eintritt, um. Manchmal hat man schon die Vermutung: "Hey das ist doch Absicht."
Zur Zeit häufen sich die Ereignisse. Mieses Karma? Kann sein!
Und es nervt nur noch, wenn man wieder organisieren muss, umplanen muss, telefonieren muss. 

Wie ich heute auf dieses Thema komme? Diesmal hat mir die Einspritzanlage der Familienkutsche Plan B beschert. Und ich weiß nicht, ob es zum Wochenende noch zu Plan C, D und E führen wird. So ein Ausfall hat über einen längeren Zeitraum - gerade in der Osterzeit - mal wieder ziemlich viele Konsequenzen.

Ich wünsche Euch eine unbeschwerte Osterzeit  - mit Plan A, versteht sich!

Alles Liebe von Silke


Freitag, 23. Dezember 2011

Stade Zeit

Jetzt ist die "Stade Zeit" vorbei - nachdem es in den Einkaufszentren vor Geglitzer und Gefunkel  nur so gekracht hat, der Alltag engst auf eng getaktet war ... jetzt kann er kommen der heilige Abend. Und um dem verlockenden Weihnachtstagstreß aus dem Weg zu gehen, klinkt sich die Piratenfamilie aus und geht zum Frühstücken, bummeln und in die Kirche ... und lässt das Christkind zuhause mal machen. Stad und gemütlich, besinnlich und echt soll es sich morgen anfühlen - und das wünsche ich Euch auch!

Ich weiß zwar, dass es bei uns am "Heiligen Abend" direkt am Abend etwas lauter "stad" ist - so wie bei Heinrich Heine am "Heilig Dreikönig" - aber innerlich fühl ich die Echtheit und die Gemütlichkeit - trotz Piratengeschrei!

Die heiligen Drei Könige

Die heiligen Drei Könige aus dem Morgenland,
sie frugen in jedem Städtchen:
“Wo geht der Weg nach Bethlehem,
ihr lieben Buben und Mädchen?”

Die Jungen und Alten, sie wussten es nicht,
die Könige zogen weiter,
sie folgten einem goldenen Stern,
der leuchtete lieblich und heiter.

Der Stern bleibt stehn über Josefs Haus,
da sind sie hineingegangen;
das Öchslein brüllt, das Kindlein schrie,
die heiligen Drei Könige sangen.


Ich wünsche Euch Frohe Weihnachten - genießt den freien Abend und erholt Euch gut von den letzten Tagen

Eure Silke



Dienstag, 29. November 2011

Halbzeitmutti

Also, kennen Sie das - diese innere Sprachlosigkeit - und danach, da kommen einem Abhandlungen der Rechtfertigungen in den Sinn ...
Ich hatte es hier bereits einmal geschildert - und ja, jetzt nutze ich den Blog zur Rechtfertigung: Also, für alle meine Mitmenschen - ich bin nur eine Halbtagsmutter, bekennend!!! Das impliziert natürlich auch, ich bin nur eine Halbtagskollegin. Das ist sicher ein schweres Los für die, die sich daran stören. Aber es gibt auch welche, die es akzeptieren ... unter den Kollegen, wie auch unter den Vollzeitmuttis und die tuscheln nicht hinter vorgehaltener Hand! Wenn man es nämlich so betrachtet, lebe ich den Halbtagsalltag. Ich trenne meinen Tag mit der Bahnfahrt wie ein Obstesser seinen Apfel mit dem Messer. In der einen Apfelhälfte bin ich E-Mailerin, Informtionsvermittlerin mit Grundkenntnissen im guerilla marketing und und und. In der anderen Apfelhäfte bin ich Rundumerzieherin, Reinigungskraft und kreative Chauffeurin, Halbzeitmutti beim Fußball und Tanzbär für Balletmäuse, Schwimmmentorin und Musikmuse... Kreativ will man auch noch sein, so bleibt einem noch die Zeit der abendlichen GlühBIRNE die den Künsten der Freizeitkonditorei und Spaßkocherei noch Raum bietet.

Und weil alles sich nicht so perfekt lebt, wie es sich liest, verpacke ich das lieber unter dem Motto - kreatives Leben, anstatt von mir zu fordern, perfekte 100% Mutti inklusive 100% Kollegin und 100% Glühbirnennutzerin zu sein. Denn abends gehen meine Lichter oftmals bei einem Glas Rotwein aus und dann träume ich von dem Vollzeitwochenende (das es so auch nicht gibt ;o) ). Es ist das Leben eines Teilzeithippies ... mit Hosen mit kreativem Lochmustern, einer Frisur im original After-Bed-Look und eher einem Pausenbrot als einem vollwertigen Mittagsmenü.

In diesem Sinne, liebe Grüße aus der Apfelhälfte der Teilzeitmutter von Silke

Donnerstag, 10. November 2011

Herbstzeitlose - Zeitloser Herbst ...

Gerade im Herbst wird die Luft dünn und die Zeit gering - beginnt der Kampf um die Änderung von Freibeträgen, der Formularwust mit der deutschen Versicherunganstalt (damit auch wirklich jedes Piratenkind und jeder Piratenelternteil legitimiert ist und existieren darf, jawoll), der regelmäßige Austausch mit der Krankenkasse - wegen Ausfällen in der ganzen Piratenfamilie und und und ... und das obwohl man doch gerade so erleichter war, das die komplizierte Steuererklärung des vielseitigen Piratenhaushalts (die uns alljährlich eine liebe, geduldige Tüftlerin erstellt - großen Dank an die Piratenoma!!!) gerade mal vom Tisch war.
Und Weihnachten, da wo wir ja alle von der stillen Zeit sprechen und in uns gehen wollen, steht drohend mit vielen Aufgaben vor uns, die sowohl geschäftlicher als auch privater Natur sind. Schließlich will man noch schnell dieses und jenes unter Dach und Fach bekommen und die Piratenaugen sollen ja wieder in der staden Zeit unermüdlich leuchten - und nicht nur wegen gekaufter Aufmerksamkeiten - nein im Gegenteil, weil man individuell etwas Persönliches geben möchte!

Nicht zu vergessen - wir haben trotz realer Kälte einen heißen Herbst mit Volksabstimmung ... das darf man auch im Terminkalender mal ganz dick rot einkringeln!

Und weil mich jetzt die Reihung all dieser Punkte so erschöpft hat, werde ich jetzt einen tiefen, zeitlosen Herbstschlaf beginnen ... um genügend virengetränkte Herbstluft einzusaugen, um morgen mich für den heißen Herbst stark zu machen.

In diesem Sinne: OBEN BLEIBEN.

Silke

Montag, 19. September 2011

Unsterbliche Erinnerungen

Im Alltag nicht spürbar ... und doch ein Loch im Sein. Letzte Woche musste ich mich innerlich von einem ganz arg liebgewonnen Menschen, meiner Omi, verabschieden ... eigentlich war der Abschied real schon längst vollzogen ... Demenz und örtliche Distanz trennten uns wie Welten voneinander. Jetzt ist dieser liebe Mensch nur noch Geschichte ... aber in mir lebt er weiter. Wenn mich das bauernschlaue Lächeln meines 2. Piratenkindes anstrahlt - sehe ich nicht nur mein Kind vor mir ... nein, es lächelt mich auch meine Omi an. Gepaart mit den strahlenden Augen, wie die meines Mannes oder die meiner verstorbenen Schwiegermama,  oder dem großen Kopf seine Oma wirkt das ganze noch viel intensiver ... und doch ist es mein einzigartiges zweites Piratenkind, das mir gegenüber steht und wohl Schabernack ausheckt. Schabernack, für den auch meine Omi von Kindesbeinen an prädestiniert war, mit dem sie Familiengeschichte schrieb.
Sie fehlt, schon länger ... aber jetzt ist es mir noch schmerzlicher bewusst, als vor einer Woche. 
Deshalb sollte man das Liebgewonnene, das Wichtige - die Menschen um einen - festhalten (nein, ich meine nicht klammern und mit Liebe erdrücken), nein - mit lockerer leichter Liebe, Aufmerksamkeit und Toleranz, um ihre Blicke, ihre Lächeln - ihr ganzes Wesen auf der Festplatte Gehirn einzubrennen.
Das versuche ich ... mit geduldiger Liebe; Obwohl ich Geduld leider noch nie in großer Menge vorweisen konnte, ganz im Gegenteil! Drückt mir die Daumen, dass ich mein Ziel einmal erreiche!

In diesem Sinne - Euch eine ruhige und wohlbehütete Nacht!

Schlaft gut und träumt 'was Schönes!

Silke


Donnerstag, 11. August 2011

Umfrage!

Heute möchte ich Euch auf eine Umfrage auf meiner Homepage aufmerksam machen. Also bitte hier einklicken und entscheiden.

Herzlichen Dank im Voraus!

Silke

Sonntag, 3. Juli 2011

Sonntagsfrühstückslaune

Guten Morgen - das ist für Dich Helen! Bald können wir wieder zusammen frühstücken und ich freu mich drauf! - Auch wenn es für Dich gerade ein großer Berg der Überwindung und des Abschiednehmens bedeutet. Wir alle hier ... warten ... und genießen es wirklich, Euch real mal wieder in den Arm nehmen zu können!


Wir hören es vollständig einfach zusammen an ...

Bis bald - Bussi

Silke

Donnerstag, 16. Juni 2011

Das Leben ist kein Puppenhaus


   Jeder kennt es, wenn Vier- bis Fünfjährige vor dem Puppenhaus sitzen oder liegen
   und ihre Lieblinge Trepp auf, Trepp ab jagen, Türen öffnen lassen oder vor dem
   kleinen Wohnzimmerfernseher das Surfprogramm gucken lassen. Es wird gekocht,
   gebadet, geschlafen und geschimpft. Nach dem Schimpfen setzt sich der Puppen-
   haus-Vater gern mal ins Auto und rasst ins Büro.
   Aber ist Euch schon mal aufgefallen, dass in der Puppenhauswelt keiner den Bus oder
   die Bahn nimmt, wenn er Ärger abbauen muss - und auch generell nicht. Höchstens
   mal die Oma & den Opa vom Flughafen  abholen ... aber nie mit und von dem ÖPNV.
   Und warum? Weil da das reale, bittere Leben stattfindet.

   Dabei war mir heute so stark zumute, eingreifen zu wollen, den armen Vladi in die
   Hand zu nehmen, um bei seiner Freundin Meli Gnade zu erwirken. Eben wie eine
   Puppenhausfigur:
   Vladi saß mir heute im Zug gegenüber. Dackelblick und echt harte Entschuldigung:
   "Isch hatte meine Hand geklemmt, da konnte ich Deine nicht nehmen. Bittte, bitte ver-
   zeih mir - ich will Dich behalten. Das mit uns ist doch was!", so Vladi mit schmachten-
   den Blick in Melis durch durchgestufte Pudeldauerwellen umlocktes Puppen-
   gesicht und auf Ihre üppig zur Schau gestellte Oberweite. ,Mein Gott Meli, jetzt gib
   Dir mal einen Ruck! Das kann man ja nicht mehr mit ansehen - diese Dackelaugen,
   der versuchte und abgewehrte Kuss ...' Man konnte es mir sicher ansehen, was ich
   dachte - aber mich beobachtete keiner ... das Paar hingegen war 1A präsentiert
   und unterhilt das ganze Großraumabteil. Die Mp3-Player dischten monoton
   nebenher, die Mobilfunk-Gespräche wie "Ich bring den Salat mit, kannst Du noch
   beim Bäcker vorbei?" waren bereits eingestellt.
   Doch Meli, die meines Erachtens ihr süßes Gesicht viel zu alt geschminkt hatte,
   klappte erbarmungslos Desinteresse signalisierend ihren Seminar-Ordner auf und zu.
   Nein, sie wollte einfach nicht verstehen, dass Vladi sie nicht an der Hand hielt,
   während er sich mit seinen Kumpels unterhielt. Das war definitiv keine Puppen-
   hausstimmung, wobei viele sicher mitfühlten, innerlich Partei ergriffen und schon
   eine passende Ausrede parat hielten.

   Wenn nicht gerade zum Essen gerufen wird, Fernsehen angepriesen wird, oder der
   Regen endlich vorüber ist und man draußen spielen kann, werden die Konflikte von
   Familie Sonnenschein bei uns zuhause im Puppenhaus immer fertig ausgetragen.
   Danach ist Friede-Freude-Eierkuchen. Doch wie es bei Vladi weiterging, ob er die
   Nuss Meli geknackt hatte und ob sie heute Abend gemeinsam Salat essen oder
   Mp3s hören weiß ich nicht - wie viele andere, die bereits bei der frühabendlichen
   Reality-Show der DB-AG nicht bis zum Ende kamen. Unser Fahrziel war erreicht ...
   doch unser Harmonie-Ziel oder die tägliche Lust auf eine dicke Protion Voyeurismus
   war noch längst nicht befriedigt. Mal sehen, was morgen geboten wird ... 7.31 Uhr
   - nein nicht im Morgenmagazin ...Vielleicht sehen wir uns? Was meinst DU?

        Silke

Donnerstag, 14. April 2011

Faszinosum Schnecke

Hört Ihr das Wort "Schnecke",  ploppen plötzlich die Pop-up-Fenster in Gedanken auf wie Pilze aus dem Boden. Dem Gourmet sprudeln Schnecken in Kräutersauce in den Sinn, dem kindlichen Dompteur Schneckenrennen auf heißem Asphalt. Schnecken mit Sand im heimatlichen Salat, das Schneckenkorn der Nachbarin, das Bild aus dem Liederbuch mit der Schneckenpost, das Schneckenspiel, Rosinenschnecken, das Schneckenhaus und die nackige Tigerschnecke, ... alles Bilder, die wie bei einer Diashow - pardon - Beamershow ablaufen.

Wer "Säses" kennt, weiß, dass ich einen Faibel für Schnecken habe - eine Malleidenschaft. Meine Lieblingsschnecke Roswitha ziert jede Telefonnotiz seit meinem zwölften Lebensjahr und findet sich in einer Abstraktion sogar in meinem Label wieder.

Leo ist die Schnecke der Oma, wie ich der "Schnegas" meiner Omi war. So ist es und so bleibt es!

Da kann ich natürlich auch nicht widerstehen, wenn mir beim Rhabarberschälen das klitzi-klitzi-kleine Nacktschneckchen in die Hände fällt, und muss es meinen Kinder zeigen. Seither sind wir im "Schneckchen"-Fieber. "Schneckchen", wie es die Kinder spontan mit einer Fuhre Gurkensaft tauften, hat keinerlei Intimität in unserem Haushalt. Lebt es doch nun hinter Glas in einem vornehmen Salon mit grünem Gurkensofa und perforierten  Zelofanvorhängen unter ständiger Beobchtung dreier kleiner und eines großen Augenpaares. Schneckchen ist nach ein paar Tagen und dem Konsum zweier dicker Sitzganituren inzwischen eine passable "Mini-Schnecke" geworden und droht mir mit seinem lieblichen Fühlerblick: "Warte nur, bis Du morgens in die Küche kommst und ich ein fetter Schneck bin!"

Aber so weit sind wir noch nicht. Liebevoll haben wir heute unserem Nimmersatt kleine Kressekeimlinge zum Lucullusmahle gereicht. Wahrscheinlich hoffen die lieben kleinen Piratenkinder noch darauf, dass aus "Schneckchen" mal eine wunderschöne altkluge Weinbergschnecke wird ...
... Ich weiß, Papa, jetzt schüttelst Du sicher schmunzelnd den Kopf - bei Dir hat sicher die Salzstreuer-Saison begonnen ... aber erzähl's bitte an Ostern nicht den Piraten, dass für Gartenbesitzer wieder zur Schneckenjagd geblasen wird.

Dienstag, 22. Februar 2011

Baustellenromantik

 
Kleiner Eindruck aus Wimmlingen