Sonntag, 26. Februar 2012

Lebenswert

Das Lebenswert ist schon längst mal wieder überfällig. Deshalb hier meine 10 liebsten Lebenswert der Woche:

1) Dass man mal wieder zusammen ins Kino gehen konnte
2) Dass unsere Leihomi wieder genesen ist
3)Wenn Kinder beim Kranksein die Nierenschüssel treffen
4) Wenn der Dreckhügel darüber hinwegtröstet, dass der "Spielbruder" krank im Bett liegt
5) Dass heiße Zitrone Stärke vermittelt
6) Heilige Kuh indischer Art ;o)
7) Antolin
8) Der kleine Maulwurf
9) gleich Tatort zum Bügeln
10) Mein Mann

Es ist schon zur lieben Gewohnheit geworden den Posts ein Lied beizufügen - heute warte ich auf Euren Input.

Liebe Grüße von Silke

Samstag, 25. Februar 2012

Die Reise ...

Ferien sind etwas Feines. Man kann reisen soweit der Geldbeutel und die Zeit es zulässt. Bei einer Woche ist das Ziel meist begrenzt.
Die einen düsen in den "Faschingsferien" mit ihren Brettln zum Skifahren, die anderen fahren ans aufgewühlte Meer, um Luft zu schnappen, und wieder andere, zu denen wir gehören, fahren in die "Heimat" - Familie und Freunde treffen, Faschingsumzüge verfolgen und in der Vergangenheit eintauchen.

"Heimat" ein Begriff, der mir immer zu denken gibt. Man gehört halb noch dahin - aber halb eben nicht. Man könnte sich einen Einstieg dort vor Ort gar nicht mehr vorstellen, aber diese Basis gehört doch fest zu einem dazu. Ohne diese Erdung des alten Standbeines wäre man nicht der Mensch, der man jetzt ist: Die Wiege der Kindheit, die alten Freunde und vor allem die Familie haben einen geformt, geprägt ... eindeutig in eine Richtung geleitet. Auch wenn diese wegführte  - eben diesen Weg weiste. Ich hatte mich gerne auf diesen Weg, diese Reise eingelassen - und es war gut so. Die gemischten Gefühle gehören jetzt genauso zur Heimat dazu, wie die unbändige Wiedersehensfreude mit der Landschaft, Gerüchen, Gebäuden und den lieben Menschen.

Dieses Lied ist für einen guten Freund in der Heimat:




Silke

Montag, 13. Februar 2012

Schon wieder so ein Spinner (Bahnstudie III)

Hauptbahnhof - alle warten auf den Zug in den Norden. Ich auch. Kein Zug geht mehr in den Norden ... die Gleise bleiben leer, die Zugänge sind voll. Schimpfen, ärgerliche Gespräche via I-Phone, Samsung ... Ab und an eine Durchsage. Die gleiche Durchsage an allen leeren Gleisen ... 5 minütige Verspätung.
Nach der vier mal fünfminütigen Verspätung kommt ein Ersatzzug. Eine Aneinanderreihung von Wagons an einen Triebwagen gekoppelt: die meisten Wagons mit Türstörung ... das waren wohl die Reste aus dem Stellwerk.
Schimpfend, mürrisch schiebt sich die Masse durch drei Eingänge in die Regionalbahn ... Murmeln, Handyphonieren, Gespräche über Grube & Co. Es gibt keine Durchsage wie sonst - kein Anhaltspunkt. Das  WiesoWeshalbWarum wird nicht beantwortet.
"Du, alles wie letzte Woche!", "Komm Später, warte nicht mit dem Essen auf mich!", "Puh, ich kann doch auch nichts dafür, ich bekomme den Bus nicht mehr ...fang schon mal mit den Hausaufgaben an!" So wurden die Außenstehenden informiert und instruiet - wie wahrscheinlich letzte Woche auch ... Echt, jede Woche das GLEICHE?
Der Zugleiter versucht auf der Strecke wieder alles reinzuholen. Die Vorstädte der Schwabenmetropole rasen an einem vorbei ... kurz ein eigenes Telefonat ... Wir fahren beim ersten Halt ein - aber diesmal auf Gleis 2, wo auch ich aus einer der drei Türen herausgepresst werde. Eine Reisende verdreht theatralisch die Augen: "Schon wieder so ein Spinner, dass die sich immer umbringen müssen!". Blaulicht, überall Blaulicht. Feuerwehr - DB-Spezialeinsatzwagen - Polizei. Vom Bus aus sehe ich einen erschöpften Polizei-Beamten, mit traurigen Blicken. Er muss etwas regeln, man sieht, es fällt ihm deutlich schwer ... keine Routine, kein letzte Woche schon ein Mal! Harter Job!
Sind wir Passanten abgehärteter, abgestumpfter als alle ausgebildeten Einsatzkräfte? Ich glaube es nicht. Mich hat es erschreckt, die Tatsache, dass sich anscheinend wieder ein Mensch vom Leben befreien musste - genauso wie die Tatsache, dass manche Menschen in solch einer Situation ganz schön oberflächlich reagieren. Schutzmechanismus?

Ich wünsche Euch einen gute Nacht, schlaft gut und träumt 'was Schönes!
Silke

Sonntag, 12. Februar 2012

Liebenswert - Lebenswert - Lebenswerk - Danke!

Die Melancholie ist in den letzten Tagen durch diverse Ereignisse wieder verstärkt ... Und dieses LEBENSWERT ist denen gewidmet, von denen ich viel gelernt habe ... aber denen ich nicht mehr persönlich dafür danken kann, weil sie ihr Leben bereits abgeschlossen haben; in jungen Jahren und im stolzen Alter! Tragisch, geliebt, einsam, erwartet ...

  1. Christian - der mir früh gezeigt hat, dass tiefe Symphatie auch nach Verfremdung und totalem Auseinanderleben bleibt ... ein tiefes, uneingeschränktes JA!
  2. Stefan - dass es zu schade ist, sich von anderen zu sehr beeinflussen zu lassen und der mich einfach mochte, auch wenn ich uncool war.
  3. Frau Holzwarth - dass Geduld kein Hexenwerk ist und man immer ein bisschen mehr kann, als man glaubt!
  4. Herr Wolfsteiner - das Leben ist ein bisschen wie ein Schachspiel und man muss nur an sich glauben
  5. Christa-Maria - kritische Liebe tut manchmal weh, aber, wenn man damit umgehen kann und es versteht ...
  6. Rainer - zuhören ist wichtig! Hey, ich übe ...
  7. Omi - auch wenn einen viele Tiefen treffen, muss man stark und  fröhlich bleiben: POSITIVES DENKEN



Silke

Freitag, 10. Februar 2012

Vom Sockenfresser, Handschuhräuber und Mützenmonster ...

Kennt Ihr das? Ihr steht beim Wäscheaufhängen und ... ja, eben, und es fehlt mal wieder ein Haufen von Socken - mit Vorliebe die Strümpfe der Piratenkinder. Oder Ihr erhaltet am Kindergarten Euer Kind ausgehändigt - Hand aufs Herz, das hat sicher jeder Kinderabholer schon erlebt - das Kind ist handschuhfrei: "Mama, die sind einfach weg!". En passant haben sich die Dinger einfach von Ihrem Stammplatz entfernt, wurden entführt und bleiben spurlos verschwunden.
Oder - gerade jetzt wo es so kalt ist  - fehlt die heißgeliebte warmhaltende Mütze ... kommt einfach von der Schule nicht mit heim. Verloren? Vergessen? "Nein, Mama, da kann ich überhaupt nichts dafür, das war ich nicht!"

Aha, das war also keiner ... aber fragen wir mal die Piratenkinder: "Sagt mal, wer hat all die Socken, all die Handschuhe und alle Mützen aller Kinder versteckt?"

Da kommt doch eine ganz klare Antwort: "Der Sockenfresser und seine kleinen hungrigen Fresserchen, der üble Halunke Handschuhräuber und das motzige Mützenmonster! Die kennst Du nicht? Na, dann erzählen wir dir von ihnen."

Ja - so und anders höre ich es immer wieder - das Seemannsgarn meiner beraubten Piratenkinder - und ehrlich, ich kann sie verstehen. Denn auch ich litt unter den Folgen des törichten Turnbeuteldiebes Schwubdiwupp, und der Opa vom motzigen Mützenmonster hat in seinem Ruhestand mir auch schon die ein oder andere Mütze stibitzt.

Jetzt ist nur die Überlegung, ob wir aus Kostengründen langsam auf Tarnkappen oder Kopftücher, Dauerhaftstrümpfe und Permanenthandschuhe übergehen sollten. Vielleicht sollte ich da mal mit den Piratenkindern und den Fresserchen, Räuberlein und Mönsterchen darüber diskutieren.

Also, mal sehen, worauf wir uns einigen! Euch ein schönes Wochenende -

Silke

Mittwoch, 8. Februar 2012

Die Piratenkinder

... machen nicht nur derzeit ihrem Namen alle Ehre. Nein, ich habe sogar das Gefühl, sie haben ihn auf intensivste Weise verinnerlicht und leben das Piratendasein voll aus.
Der größte Schatz der Piratenkinder ist die Aufmerksamkeit ihres Umfeldes. Je mehr Erwachsenenohren beim Spinnen ihres Seemannsgarns reel zuhören, desto freudiger blitzt der Juwelenglanz in ihren Augen auf. Schwierig wird es, wenn dem Erwachsenenohr gleichzeitig mehrere Geschichten präsentiert werden und die betroffene Hörmuschel einfach nicht zum Multitasking ausgelegt ist oder unter einer Störung leidet. Der Mehrprozessbetrieb eines Erwachsenen kann bei fortgeschrittener Tageszeit durch den Systemfehler "NERVENMANGEL" ausfallen und das trifft Piratenkinder hart. Vor allem, wenn man ihre Geschichten verwechselt, durcheinanderbringt und zeigt, dass man weder dem einen noch dem anderen volle Aufmerksamkeit geschenkt hat.
Dreh- und Angelpunkt des Informationsaustausches ist bei den Piratenkindern natürlich die Kombüse, die allerdings eindeutig nicht ihr Revier ist.
Doch sie okupieren diesen Raum ganz selbstverständlich. So liegen neben der Obstschale Schulhefte, Malbücher, Stifte, Kleber, prunkvolle wie auch minimalistische Kunstwerke, Klebwerke, Schulwerke, "gewergelte" Werke ... (eine regionale Spezialität von "neigschmeckte" Piraten). Ein Tisch voller Werkwust!
Will die Küchenchefin auftragen, so mangelt es nicht nur an Verständnis für einen Tätigkeitswechsel, von Kunstproduktion auf Nahrungsaufnahme umzuschalten; nein, es mangelt schlicht und ergreifend am Platz. So muss Smutje Säse sich nicht nur durch Wortwellen bis zum Tisch kämpfen, sondern auch noch schwer beladen mit Ellenbogen Kunstwerke entfernen (etwas lieblos, ich gebe es zu - aber bei der Überproduktion innerhäusig wie außerhäusig möge man mir den Dilettantismus im Kunstbereich verzeihen).
Inzwischen entert das große Piratenkind auch schon mal meinen PC ... wus(ß)tet Ihr übrigens, dass es einen Generator für Piratennamen im WildenWeitenWellengang gibt? Großer Spaß für Große Piratenkinder!

In  diesem Sinne noch viel Freude beim Surfen und nehmt Euch nicht nur im www vor Piraten(kindern) in 8.

Silke

Montag, 6. Februar 2012

Die Kuchendiät

nachdem ich viele Leute kenne, die sich zum neuen Jahr immer ganz bewußt vornehmen, ganz bewußt abzunehmen, mit FDH, Ananas-Slim-Fast und etc., habe ich dieses Jahr eine Seelendiät erwählt - weil ich nie wirklich konsequent Diäten machen könnte. Hut ab vor denen, die das können.
Bei diesem kalten Wetter zwingt sie sich dem permanenten Hungergefühl auch auf: die Kuchendiät. Und sie hilft - zumindest bei mir. Ich verbiete mir nicht all die Leckereien zu essen, nein, mein Körper sagt selbst STOPP. Ich darf so viel Kuchen und Schokolade, so viele Schokonüsschen und andere Kalorienbomben in mich reinfutten wie ich möchte ... das Angebot ist da, aber ich will gar nicht. Mal ein, zwei, oder sogar maßlose drei Stück Kuchen, dann bin ich aber auch schon satt für den ganzen Tag - oder sogar zwei Tage -  und mein Körper verlangt nur mehr nach Salat und Obst, ist zufrieden mit der Menge an Zucker und Fett. Ich habe nicht das Gefühl, dass mir viel fehlt. Ernährungstechnisch ist das sicher der absolute Obergau, den Experten sträuben sich nun die Nackenhaare, aber ich fühle mich wohl. Nervennahrung! Und heute gehört die Wolldecke und der heiße Tee samt Sofa dazu.
Gute Musik darf auch nicht fehlen - ein bisschen melancholisch sollt's schon sein. In dem Sinne einen wohlig melancholischen Wintertag wünscht
Silke





Oder gleiche dramatische Stimmung, interessanterweise könnte man sie auch verknüpfen: Warwick-Avenue und Dionne Warwick ...


Sonntag, 5. Februar 2012

Lebenswert

Nachdem das Leben einen immer mehr zum Nachdenken bringt ... Aufgaben stellt, deren man glaubt, nie gewachsen zu sein und auch nie gewachsen sein will ... braucht man immer wieder die zarten Hinweise ... die LIEBENSWERTs und LEBENSWERTs des Alltags. Hier sind wieder die 10 der Woche:

  1. Unsere Familie, inklusive Oma und Opas und und und
  2. Knallrote Glückschneekinderbäckchen
  3. Kleine gelbe Krokusblüten, die sich aus dem Eismantel drücken, wie Küken aus ihrer Schale.
  4. Heißer Schwarztee im Feenbecher am Rande des Eislaufsees
  5. Fleischfressende Piratenpflänzchen
  6. Mit Uli und Elfriede in der Reithalle Pferde gucken
  7. Dass der Anschnallgurt auch wieder auftauen kann und die bessere Hälfte nächstes Mal bestimmt nicht mehr radeln muss ;o)
  8. Ein Tag Urlaub in Aussicht!
  9. Dass unsere Waschmaschine wahre Wunder vollbringt
  10. Das Sams

 Ich wünsche Euch eine LIEBENSWERTE LEBENSWERTE WOCHE mit LESENSWERTEN Alltäglichkeiten!

Gute Nacht - schlaft gut und träumt 'was Schönes - Silke





Mittwoch, 1. Februar 2012

APROPOS Bus und Bahn (Gedanken zur Bahn, in der Bahn und zum Bahnfahren - 2)

... jetzt hatte ich es gestern erst von der Bahn - und siehe da heute Morgen habe ich echt nicht schlecht gestaunt. Fährt an der Bushaltestelle doch glatt so ein Bus vor:

Nein, ich habe nicht mehr geschlafen und alles nur geträumt. Da bin ich nun mit meiner besseren Hälfte eingestiegen,  habe auf einer wunderbar gepolsterten Holzbank Platz genommen und bin mit ebenso erstaunten Mitfahrern zum Bahnhof chauffiert worden. An jeder Haltestelle, wo dieser Linienbus hielt, trauten sich die Leute erst einmal nicht einsteigen. Sie haben passen zum Thema "geguckt wie ein Auto".
Böse Zungen könnten natürlich jetzt sagen - alles nur so organisiert, damit die Leute auch nicht einsteigen und darüber motzen können, dass sie sich auf den Füßen rumstehen.
Hey, nein - so nicht! Das war super - ein pünktlicher Zusatzbus zur Stoßzeit, nicht vollgestopft und dann noch ein Event zum Schmunzeln!

Ich hoffe natürlich, dass sich dieser Service jetzt öfter bietet! Mal sehen - wer uns morgen an der Bushaltestelle entgegennimmt.


Ich halte Euch auf dem Laufenden - alles Liebe
Silke