Wer diesem Blog hier noch nicht lange folgt, der wird nun mit einer besonderen Rubrik bekannt gemacht: Dem "LEBENSWERT". Langzeit-Leser werden bereits seit Wochen oder Monaten auf einen Post dieser Art warten.
Ich stelle deshalb die berühmte Frage: Was empfindet Ihr diese Woche als LEBENSWERT?
Meine Woche ist lebenswert, weil:
1) trotz Advent jeden Tag eine neue Überraschung auf mich wartet und es ist kein Kalendertürchen ... ;o)
2) in dieser Woche noch kein Piratenkind aus einem Holzelement auszusägen war, mit dem es auf immer verhaftet schien.
3) Viel Familienbesuch da war und kommen wird.
4) Weil Piratenkind 1 und ich gestern Abend ein wahres Highlight der Unterhaltungskunst genießen durften: http://www.hansliberg.com/de/
5) Weil liebe Kollegen einen den Alltag gar nicht schwer machen.
6) Weil nicht nur die Balkone der Nachbarn zur Zeit erleuchten, sondern die Kinder so ein inneres Leuchten mit sich tragen ... nicht nur die Eigenen.
7) Der Piratenmann heute Abend mal Zeit hat (JuHu).
8) Tolle Nachbarn und Freunde immer da sind und immer ja sagen ... nie nein
9) Nur der Schnee fehlt ... aber den Kater das gar nicht stört
10) Das Leben rund und schön ist - vgl: Sehr ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen, und ist doch rund und schön! So sind wohl manche Sachen, die wir getrost belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn.
So jetzt seid Ihr an der Reihe! Also? Was ist für Euch lebenswert diese Woche?
Hey, der 170. Post und es wird alles noch gelesen, was ich so schreibe. Obwohl es immer seltener wird, sich die Zeit zum Schreiben nehmen zu können. Herzlichen Dank an alle fleißigen, treuen LeserInnen. Ich bin beeindruckt.
Und dafür solltet Ihr eigentlich ja auch mal ein dickes Lob bekommen, dass Ihr einen Blog verfolgt, der so gar kein "Blickfang" ist. Fehlen doch die Bilder und ja, dann ist er auch noch so textlastig. Lifestyle bekommt man hier auch nicht ... ächt komisch, dass Ihr hier trotzdem noch alles lest.
Hier kommt Euer persönliches: "LOB".
Und da ihr den Blog nehmt, wie er ist, habe ich mir überlegt, dass es toll wäre, mehr von Euch zu erfahren ... hmhmhmhm, was machen wir da?
Ja - wie wäre es mal wieder mit einer Partizipation?
Sucht bitte Euren liebsten Post von den 170 verschiedenen aus (naja, der ein oder andere ist sicher nicht so bewertungswert.) Und schreibt mir in der Kommentarfunktion oder über FB, warum Ihr diesen gut findet und was Ihr damit persönlich verbindet.
Ich habe hier schon einmal von meinen "bekannten Fremden" geschrieben. Dieser Post knüpft daran an. Warum? Dazu muss ich etwas ausholen.
Inzwischen sind wir ja mehr als nur in Wimmlingen angekommen. Hier gibt es keine Baumaschinen und Baukräne mehr. Selbst der Straßenbelag ist tipetoppe und alle Dixi-Klos, inklusive dem brennenden, sind inzwischen abgezogen worden. Wir leben in einem fertigen Ortsteil mit voller Infrastruktur. Wenn Wimmlingen im Zeitraffer betrachtet wird, fahren morgens zwischen 7.00-8.00 Uhr aus Tiefgaragen, Carports und den öffentlichen Stellplätzen viele Fahrzeuge - meist mit nur einer Person besetzt hinaus. Radfahrer - zum Großteil im Alter von 10-20 Jahren, kreuzen und queren hier die Straßen. Um 7.45 Uhr drängen sich mit Schulranzen bepackte Knilchinnen und Knilche Richtung Osten. Dann ist Pause.
Um spätestens 9.00 Uhr beginnt das Gehetze mit den Kleinsten Richtung Kita 1 und Kita 2. Währendessen vollführen die Meisen voller Freude ihr Frühstückgezwitscher in den Zweigen von Büschen und Bäumen. Ab und an sind Gassi-Geher am Wegesrand gebückt oder stehend zu sehen.
Ja und dann ... dann wird es spannend. Denn dann fahren die weißen, braunen und gelben Lieferwägen vor. Halten rückwärts, vorwärts rücksichtlos schräg über oder gleich auf dem Trottoir. Die BriefträgerInnen schieben sich quer durch die Straßen.
Und zu dieser Gilde, der Päckchen-Brief-Zusteller gehört er - der gütige Grieche.
Anfangs war es einfach immer ein nettes: Hallo - Danke - Auf Wiedersehen! Inzwischen weiß ich, wann er in die Heimat fährt, die auch wir gerne bereisen. Wie es seiner Frau, seiner Schwester und ihm selbst so geht. Die Piratenkinder freuen sich, wenn er vor der Tür steht. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich eine weitere griechische Vokabel von ihm erlerne. Er ist ein unaufdringlicher netter fremder Bekannter. Er bietet Hilfe an, wenn es etwas zu schleppen gibt - er fragt nach dem Mann - mit dem er gerne über die Politiker der Wiege Europas diskutiert. Er erkundigt sich nach den Kindern, teilt einem die Sorgen über die desolate Situation seines Heimatland mit, berät bei der Urlaubsvorbereitung. Als sein Vater starb, druften wir ihn trösten. Er gehört hierher, obwohl er doch hier nur zufällig arbeitet.
Doch weiß auch er sehr viel über uns - schließlich bringt er hier alle Bestellungs-, Geburstagspost und Überraschungspäckchen ins Haus - an alle 5 Piraten!!!
Die letzten Tage hatte er Urlaub: "Μέχρι την Τρίτη, είμαι άρρωστος και φεύγω για τέσσερις ημέρες - το Σάββατο και την Κυριακή." Wir wussten drum, machen uns Sorgen und zugleich war Wimmlingen anonymer. Ja, der Aushilfskollege ist nett, fährt noch sanfter an und ab - aber er ist nicht einmal ein bekannter Fremder.
Das Wochenende ist vorüber ... es war sehr schön, vor allem der Sonntag. Nun klappern wieder die Bestecke auf den Terassen der vertikalen Baugruppe mit Sonnenseite in Wimmlingen - eine Paarung von Biergarten- und Campinggefühlen. Der Sommer ist über uns hereingebrochen und ein Lebenswert brennt auf den Nägeln:
1.) Das Schepper-Geräusch von rasenden Tretrollern
2.) Rotverschwitzte Kindergesichter mit stechend blauen Augen
3.) Wichtige bürokratische Papiere sind vom Tisch
4.) Morgen ein freier Vormittag zum Wuseln
5.) Der Ausflug ins Felsenmeer
6.) Rosenduft
7.) Lavendelblau
8.) Echte, eigene, aromatische Himbeeren
9.) Freundschaft
10.) Warme Nächte mit Mond
Es ist bald soweit ... bald ist Juli ... und wovon träumt Ihr heute?
Am Montag, am Mittwoch, gestern: Man
trifft sie immer wieder, man scheint sie zu kennen, weil man weiß was
sie kaufen. Doch eigentlich sind es Fremde: Die Frau mit dem grauen,
gepflegten Haar - der Herr mit den nackten Füßen in den Sportschuhen und der ausgebeulten Bundfaltenhose. Ich treffe Sie immer wieder beim Einkaufen. Man lächelt sich zu, ... man
tauscht Worte wie "Darf ich mal eben ...!" oder "Ups, das ist mein
Wagen ...". Man weiß, wie sie verschmitzt lächeln können, wie sie sich
kratzen, wenn sie nachdenken, bevor sie Suppentüten aus dem Regal kramen. Sie mag eher Obst und Schnapspralinen - er steht auf besagte Tütchensuppen, Toas und Frischkäse mit Sixpack. Wen ich meine? Ich nenne Sie "Meine bekannten Fremden".
In meiner Heimat gab es sie. In meiner Studienstadt gab es sie. Und im Hier und Jetzt gibt es sie auch. Aber was ist aus der alten Dame geworden, die immer mit Ihrem Stock und ihrer roten Stofftasche zum gleichen Obsthändler ging wie ich? Was ist aus dem Herren mit dem grauen Pudel ohne Benehmen geworden? ... Ich muss mir die Geschichten selbst ausdenken.
Wir sind immer wieder weggezogen, wir haben aufs Neue das Setting getauscht und inzwischen wieder ein uns bekanntes Umfeld. Die Einkaufsgewohnhheiten haben sich an Wimmlingen angepasst und statt eines stets etwas muffeligen Briefträgers haben wir alternierend eine rauchende, hektische schwarzhaarige und eine recht blond coole Briefträgerin. Manchmal fehlt einem der Muffel.
Und wann wird aus bekannten Fremden weitläufige Bekannte? Manchmal sind die Grenzen fließend. Ich glaube zum Beispiel, dass mich die Dame mit den grauen, gepflegten Haaren inzwischen auch schon ganz gut kennt. Ich bin die mit den roten Schlappen und dem immer überfüllten Einkaufswagen, die nie Klopapier vergisst.
Euch ein schönes Wochenende und einen schönen Einkauf morgen!
Silke
Wir haben hier zwar nicht Tante Emma, aber so in der Art ...
Die Zeit ist reif, wieder ein Lebenswert zu schreiben - sie wurden in den letzten Monaten und Wochen nur gedacht, in Ermangelung von Zeit aufgeschoben und nie aufgeschrieben. Jetzt, in der Phase des freien Falls und Schwebens "zwischen den Jahren", der Zeit der Auszeit, des Zeitverlustes (wie spät ist es?) und des Rumlümmelns und des Bügelwäscheignorierens, gibt es keinen Grund mehr, sich nicht an den Rechner zu setzen und einmal das zu tippen, was nötig ist!
Lebenswert sind all die vielen schönen Minuten, Schönsekunden und Lachgrübchenmoemente, für die ich mich hier endlich einmal bedanken möchte. Die Social Community mit dem großen "F" und dem kleinen "b" bietet als Highlight des Jahres eine Chronik an ... "Deine 20 schönsten Momente 2013" - im TV können wir ganz viel zurückblicken. Hm, also das kann wirklich zu allem total divergieren, was man wirklich empfindet. Deshalb kommt hier mein allereigens erstellte lebenswerte Jahreschronik - mit jeweils einem ...
1) Dankeschön an Piratenkind 1 für die vielen ironischen Lächeln im Jahre 2013 und kluge Sprüche! 2) Dankeschön Piratenkind 2 für Deine ausgefallenen Kunstwerke und Kunstworte des Jahres 2013! 3) Dankeschön Piratenkind 3 für Deine süßen Kuscheleien, Nase-Nases und "J-A-A-A-S" des Jahres 2013! 4) Dankeschön dem Piratenvater für die entgegengebrachte Geduld, uns Piraten so zu nehmen wie wir sind. 5) Dankeschön für die vielen positiven Lachen der Freunde - herzhafte sind dabei, kichernde sind mit von der Partie und auch die leisen Schmunzler (in lauen Sommernächten - wie bei winterlichem Kerzenschein). 6) Dankeschön für die gute Freundschaft - die immerwieder auffängt, ein Ohr leiht, wenn mal etwas nicht so rund läuft. 7) Dankeschön fürs Dasein - die Lieben - auch wenn es meist nur per Telefon ist. Aber es tut ungemein gut, Euch am Ohr zu haben, ... 8) Dankeschön an die Schönheiten der Jahreszeiten in der Natur, die immer wieder positiv stimmen, Kraft verleihen und auch Pause bieten, beim Wahrnehmen. 9) Dankeschön der schreibenden Zunft ... für die viele Fantasie. 10) Dankeschön an die Sonne - auch wenn sie mich mit ihrem derzeit schrägen Licht oftmals aus der Fassung bringt (aber auch das braucht man).
So, nun fehlt noch ein herzliches Dankeschön: Es gilt all den fleissigen Lesern dieses Blogs, die sich jedesmal die Mühe machen, meine Schreibfehler, so gut es geht, zu überlesen, um all dem "folgen", was ich da mitzuteilen habe! Ich freue mich auf ein Jahr 2014 - wo ich hoffentlich wieder mehr Zeit finden werde, um aus dem alltäglichen Wahnsinn zu berichten. Es hat sich in den letzten Monaten auch eine Menge an "Eingebungen" aufgestaut, die hier sicher noch gebloggt werden müssen. Euch einen guten Start ins Jahr 2014! Silke
Wenn man krank ist, schläft man viel - aber meist unruhig. Und ich neige beim krank sein, viel zu träumen. Diesmal von Familienangehörigen, die es nicht mehr gibt, von Häuseren, die so nicht mehr existieren, von Begebenheiten, die lange her sind und es fraglich ist, ob es in Realität wirklich so war. Pop-Up-Fenster beim Aufwachen, die Stimmen der Vergangenheit, Gerüche und Farben ... das verwirrt denn doch. Die Träume waren eine Reise in die Vergangenheit, vermengt mit dem derzeitigen Alltag beim Wachwerden. Und dieser Alltag wird, vor allem für meine Piratenkinder, sicher mal Erinnerungen und Popups werden. Hoffentlich gebe ich den Kindern schöne, warme Farben mit auf den Weg in die Zukunft, freudige Feste - leckre Gerüche!
In letzter Zeit war der Alltag wieder stark getaktet ... keine Zeit die LEBENSWERTs zu fixieren. Heute möchte ich sie festhalten ... zumindest wieder 10 von ihnen:
verständnisvolle Eltern
Faschingsfreundinnen ;o)
Nachbar-Freundschaften
neu: das erste Mal Valentin feiern ... komisches Gefühl
Ferienpiratenkinder
Spontanbabysitter
Hörnchen unter der Woche
Kuscheljackets
die Erfindung des Papiertaschentuchs
Vorfreude auf Trüffel-Risotto in guter Gesellschaft
Und Eure 10 Lebenswerts? Schon Gedanken diese Woche darüber gemacht? Bin wieder ganz doll neugierig. Liebe Grüße von Silke
Komisch, so ein Gefühl - ich hab die eine Arbeit beendet, die andere noch nicht richtig angefangen - dürfte 100 % zuhause bleiben, bin aber total verplant. Der eine Fuß noch hier, der andere Fuß schon da. Beim Alten kann man sich innerlich noch nicht vollkommen lossagen, beim Neuen kann man schon kreativ einsteigen ... aber eigentlich erst ab November so richtig. Komisch, komisch. Und da ich mit den Füßen immer schon motorische Schwierigkeiten hatte (habt Ihr mich schon mal einen Hampelmann machen sehen ... Koordination von Armen und Beinen zusammen geht nur beim Tanz. Tanzgymnastik ist aber schon viel zu viel.) habe ich mir mein bereits schon lädiertes Fußgelenkband (Schwebebalken 8. Klasse ;o)) mal wieder so richtig sakrisch vertreten. Das hat man von der zweigleisigen Koordination.
Hm, sollte mich in den drei Wochen auf das hier und jetzt beschränken. Vielleicht ein guter Vorsatz. Und Eure Vorsätze? Wie steht es mit denen. Was bietet Euch der Oktober?
Die Melancholie ist in den letzten Tagen durch diverse Ereignisse wieder verstärkt ... Und dieses LEBENSWERT ist denen gewidmet, von denen ich viel gelernt habe ... aber denen ich nicht mehr persönlich dafür danken kann, weil sie ihr Leben bereits abgeschlossen haben; in jungen Jahren und im stolzen Alter! Tragisch, geliebt, einsam, erwartet ...
Christian - der mir früh gezeigt hat, dass tiefe Symphatie auch nach Verfremdung und totalem Auseinanderleben bleibt ... ein tiefes, uneingeschränktes JA!
Stefan - dass es zu schade ist, sich von anderen zu sehr beeinflussen zu lassen und der mich einfach mochte, auch wenn ich uncool war.
Frau Holzwarth - dass Geduld kein Hexenwerk ist und man immer ein bisschen mehr kann, als man glaubt!
Herr Wolfsteiner - das Leben ist ein bisschen wie ein Schachspiel und man muss nur an sich glauben
Christa-Maria - kritische Liebe tut manchmal weh, aber, wenn man damit umgehen kann und es versteht ...
Rainer - zuhören ist wichtig! Hey, ich übe ...
Omi - auch wenn einen viele Tiefen treffen, muss man stark und fröhlich bleiben: POSITIVES DENKEN
Gerade im Herbst wird die Luft dünn und die Zeit gering - beginnt der Kampf um die Änderung von Freibeträgen, der Formularwust mit der deutschen Versicherunganstalt (damit auch wirklich jedes Piratenkind und jeder Piratenelternteil legitimiert ist und existieren darf, jawoll), der regelmäßige Austausch mit der Krankenkasse - wegen Ausfällen in der ganzen Piratenfamilie und und und ... und das obwohl man doch gerade so erleichter war, das die komplizierte Steuererklärung des vielseitigen Piratenhaushalts (die uns alljährlich eine liebe, geduldige Tüftlerin erstellt - großen Dank an die Piratenoma!!!) gerade mal vom Tisch war.
Und Weihnachten, da wo wir ja alle von der stillen Zeit sprechen und in uns gehen wollen, steht drohend mit vielen Aufgaben vor uns, die sowohl geschäftlicher als auch privater Natur sind. Schließlich will man noch schnell dieses und jenes unter Dach und Fach bekommen und die Piratenaugen sollen ja wieder in der staden Zeit unermüdlich leuchten - und nicht nur wegen gekaufter Aufmerksamkeiten - nein im Gegenteil, weil man individuell etwas Persönliches geben möchte!
Nicht zu vergessen - wir haben trotz realer Kälte einen heißen Herbst mit Volksabstimmung ... das darf man auch im Terminkalender mal ganz dick rot einkringeln!
Und weil mich jetzt die Reihung all dieser Punkte so erschöpft hat, werde ich jetzt einen tiefen, zeitlosen Herbstschlaf beginnen ... um genügend virengetränkte Herbstluft einzusaugen, um morgen mich für den heißen Herbst stark zu machen.
Hey, ich habe heute ganz tolle Post bekommen - unglaublich! Wer regelmäßiger Leser von Elisabeths Blog ist, hat sicher das Gewinnspiel gesehen ... und ich durfte auch gewinnen und fühle mich total verwöhnt. Erstens gewinne ich sonst nie und zweitens passt diese traumhaft schöne Buchhülle perfekt zu meiner derzeitigen Immer-wenn-Gelegenheit-ist-Lektüre.
Nochmals herzlichen Dank liebe Elisabeth - da wäre ich eigentlich auch gerne ein Buch ;o) ...
Heute möchte ich einem ganz wichtigen Menschen in meinem Leben danken - dieser ganz arg liebe Mensch liest immer meinen Blog, ist immer da und soll auch immer da bleiben: Wir brauchen Dich!!!
Du hast mir gezeigt, dass der Ochse in der gemalten Grippe Locken braucht und kein glattes Haupthaar hat, dass die Engel im Himmel Plätzchen backen, wenn der Horizont rosaorange den Morgen ankündigt ("Riech mal, dann merkst du's!"), dass Humor beim Verlieren von Spielen das Wichtigste ist, dass Lachen gesund ist ... und du hast mir beigebracht, dass Diplomatie die essentielle Form des Sich-Durchsetzens ist ... deshalb bitte, bitte, bitte "Setz Dich durch, kämpfe ... und lach ab und zu."
Ich drücke Dich in Gedanken ganz fest ... Deine Silke
Sie haben schon oft mit meiner melancholischen Seite Vorlieb nehmen müssen. Vor allem hier . Ja, ich weiß, die Kisten sind verstaut, die Fotos der Vergangenheit sortiert, die Bücher alle an sicherem Platz, wo sie vor sich hinstauben dürfen ... und doch gab es heute wieder mal eines dieser Popups - beim Autofahren. Ich war mit dem großen Piratenkind auf dem Weg in die Stadt: Ja, ich gestehe, mit dem Auto. Und was läuft da bei jemandem, der eigentlich selten auf Musik verzichten kann? Genau, das Radio! Diesmal, weil SWR 3 unerträglich nervig war, mal die konservativere Schiene: SWR 1. Und da war es, ein Lied meiner Kindheit, ein Lied erinnernd an unendlich lange Autofahrten zu Großeltern, Zelt- oder Wanderurlauben und Weinverkostungswochenenden. Und mein Blick in den Rückspiegel zeigte mir ein Deja-Vu.
Ein kindlicher Versuch das Gehörte zu verstehen.
Waren Sie auch eines dieser Kinder, angeschnallt im Auto sitzend, Ohren und Augen auf und alles aufgesaugt wie ein Schwamm? Vielleicht sogar mit offenem Mund wahrnehmend? Und da gab es sie: diese Klänge, diese schweren Lieder mit Gitarre, diese tragischen Weisen voller Schwermut wahlweise mit klarem Piano unterlegt oder mit Kastagnettenklängen untermauert - und alles in deutscher Sprache. Wow - ich sah ein bisschen in mein Kindergesicht - und doch war es das Gesicht meines großen Sohnes. Er saugt zur Zeit alles, was Sprache anbelangt auf, eben wie ein Schwamm.
Irgendwann waren die Klänge beim Fahren im alten Opel-Record oder Senator uncool - schlicht und ergreifend unglaublich ätzend, bitte doch lieber NENA oder die "Hits von Fritz" oder "Tommys Hits" auf BR 3. Ja, so dachte ich!
Tja, und was musste ich heute feststellen - es tut gar nicht mehr weh! Ich bekomme kein Ohrenkrebs, nur weil Juliane Werding von Cony Kramer singt, Roland Kaiser "Santa Maria" schmettert oder "Lieb mich ein letztes Mal" zum zigten Male zum besten gibt. Nein, auch der Ort Albany, von Roger Whittaker besungen, führt nicht mehr zu eingebildet agressiven Juckepusteln und Michael Holm sorgt keineswegs mehr für Lachtränen - auch wenn er von ihnen behauptet, sie lügen nicht. (Ok, vielleicht ein Schmunzeln).
Nein, vielmehr dachte ich ganz gerne an Fahrten im Familienauto, an Onkel Rainers Fahrstil ... hatte Farben, Bilder und Gerüche präsent, die vor einem Moment noch nicht da waren. Deshalb dankeschön ihr Klänge meiner Kindheit!
Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend - Schlafen Sie gut und träumen Sie 'was Schönes!
Silke
PS.: Kleiner Tipp, vielleicht beim Einschlafen das Radio anstellen und mal nicht den üblichen Sender einstellen ;o).
Heute muss ich mich an dieser Stelle bedanken! Ja, es gibt jemanden in meinem Leben, der ist für mich immer immer da (wie Mamas und Papas da sind), auch, wenn dieser jemand weit weit weg ist. Und das ist leider ganz oft und viel der Fall.
Meine 3. Erziehungsberechtigte: Helen Silbermann. Vielleicht kennt der ein oder andere Blogleser von Ihnen ja Standpuenktchen.de – ja, das ist Helen pur - wie sie leibt und lebt. In letzter Zeit ist es ruhig um sie geworden. Traurig, denn oft ist ihr Blog die einzige Weise, noch mehr von ihr mitzubekommen. Helen ist nämlich im Grunde Ihres Herzens Zuhörer und Versteher, Kopfwascher und Motivationsbombe … und viel zu gerne in Asien wohnhaft. Aber, wenn man etwas aus ihrem eigenen Leben wissen will – da muss man schon ganz ganz viel fragen ...oder eben regelmäßig lesen.
An dieser Stelle deshalb für Dich Helen: Es tut mir Leid, dass ich nicht mehr anrufe – und auf Deine Anrufe angewiesen bin, weil man mit Skype nicht durch die Gegend hüpfen kann, Spülmaschine einräumen kann, oder Kinder vom Klo holen kann. Es ist so unsäglich doof – dass wir immer nur Zeitfenster nutzen können … und ich würde doch gerne soooooo oft und immer mit Dir quatschen, wie früher – aber eben leider dann, wenn Du mitten in der Tiefschlafphase bist! Grrrrr!
Deshalb an dieser Stelle, falls wir uns vor Deinem Flug nicht mehr hören können, weil hier die Mandelentzündung steppt und inzwischen zwei Piratenkinder fiebern: Guten Flug, ein schönes, ruhiges Weihnachtsfest und komm gut ins neue Jahr und wieder heil zurück!!!! Pflege Deine Nebenhöhlen gut und lass Dein armes Rückrad entspannen!
Bussi – Deine Säse
PS.: Auch wenn Du keinen Schnee siehst und dieses Jahr an Weihnachten keinen Schnee fühlst - anbei ein paar Klänge, die ihn Dir erträumen lassen!